Braunkohlentag in Dresden

Kohlebranche mit sich und der Welt zufrieden

Auf dem diesjährigen Braunkohletag in Dresden präsentierte sich die deutsche Kohlebranche zufrieden mit Marktsituation und Akzeptanz. Braunkohle sei heute, so Verbandschef Häge, gleichbedeutend mit wettbewerbsfähig und umweltgerecht erzeugtem Strom, hoher inländischer Wertschöpfung und sicherer Beschäftigung.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Dresden (red) - Immer mehr Menschen glauben, dass die Kohle ein wichtiger Teil unserer Energiezukunft ist, erklärte der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Braunkohle (DEBRIV), Prof. Dr.-Ing. Kurt Häge, in dieser Woche zum Auftakt des diesjährigen Braunkohlentages in Dresden. Die breite Diskussion über die Risiken der Energie- und Rohstoffversorgung sorge dafür, so Häge, dass sich wieder mehr Realismus in der Energiediskussion durchsetze.

Die deutsche Braunkohlenindustrie nehme mit Erleichterung zur Kenntnis, dass die Zustimmung vieler Menschen zur Braunkohle deutlich gewachsen ist. Braunkohle sei heute, so Häge, gleichbedeutend mit wettbewerbsfähig und umweltgerecht erzeugtem Strom, hoher inländischer Wertschöpfung und sicherer Beschäftigung.

Im mitteldeutschen und Lausitzer Revier seien die Tagebaue derzeit sehr gut ausgelastet und die Kraftwerkskapazitäten würden voll genutzt. Vor dem Hintergrund der geplanten Erweiterung des Kraftwerks Boxberg um einen Block mit 660 Megawatt Leistung würden intensive Vorbereitungen für die Wiederinbetriebnahme des Tagebaus Reichwalde im Lausitzer Revier laufen. Im rheinischen Revier erreichte das Förderniveau knapp 100 Millionen Tonnen.

Die Branche steht eigenen Angaben zufolge aber auch vor einigen Zukunftsaufgaben: Mit "Clean Coal" arbeitet die Braunkohlenindustrie an einem strategischen Ansatz, mit dem langfristig ein Gleichgewicht zwischen der wirtschaftlichen Energieversorgung, der Versorgungssicherheit und den Umweltanforderungen erhalten bleiben soll. Durch Entwicklungs- und Demonstrationsvorhaben soll die Effizienz neuer Kraftwerke zudem weiter gesteigert werden.

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