Köln bleibt Gesellschafter

Köln-Bonner-Fusion geplatzt

Der Rat der Stadt Bonn hat Ende vergangener Woche gegen eine Fusion der Kölner und Bonner Energie- und Wasserversorgung und der Verkehrsbetriebe beider Städte gestimmt. Damit ist der Zusammenschluss wohl endgültig gescheitert - oder doch nicht? GEW-Chef Haumann sieht den letzten Akt noch nicht gekommen.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Mit dem negativen Votum des Rates der Stadt Bonn ist die Fusion der Kölner und Bonner Energie- und Wasserversorgung und der Verkehrsbetriebe beider Städte nach fast zweijährigen Verhandlungen am Donnerstagabend wohl endgültig geplatzt.

Im Vorfeld hatten beide Städte generell eine Fusion befürwortet - Bonn fühlte sich im Zuge der Verhandlungen dann allerdings im Detail benachteiligt und verweigerte deshalb die Zustimmung. Für die GEW RheinEnergie kam die Entscheidung eigenen Angaben zufolge "überraschend". Sie sei sachlich und fachlich nicht nachzuvollziehen. Helmut Haumann, Vorstandsvorsitzender der GEW RheinEnergie, kann die Bonner Abwehrhaltung nicht nachvollziehen: "Bonn hätte bei einer Fusion um mehr als 10 Millionen Euro jährlich besser gestanden als jetzt ohne Fusion."

Unbenommen des Bonner Beschlusses bleibe es bei der Beteiligung der GEW RheinEnergie an der SWB Energie und Wasser von 13,7 Prozent. Eine Aufstockung der Anteile sei denkbar. "Der Ratsbeschluss ist noch nicht der letzte Akt", beurteilt Helmut Haumann die aktuelle Fusion. "Wir lassen die Türen jedenfalls geöffnet. Die Zeit arbeitet für die GEW RheinEnergie AG. Die Fusion wird letztlich doch kommen."

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