Ingelheimer Aue

KMW beantragt zweite Teilgenehmigung für Kohlekraftwerk

Die Krafwerke Mainz Wiesbaden (KMW) AG hat die zweite Teilgenehmigung für das umstrittene Kohlekraftwerk auf der Ingelheimer Aue zwischen Mainz und Wiesbaden beantragt.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Mainz/Neustadt/Weinstraße (ddp-hes/red) - Im Einzelnen geht es in dem Antrag um den Bau sämtlicher Gebäude mit Ausnahme des Ammoniaklagers, wie die zuständige Struktur- und Genehmigungsbehörde (SGD) Süd am Montag in Neustadt an der Weinstraße mitteilte. Im Hinblick auf den fortdauernden Rechtsstreit mit Gegnern des Kraftwerks vor dem Oberverwaltungsgericht Koblenz (OVG) verzichte die KMW jedoch darauf, den Sofortvollzug zu beantragen.

Die SGD Süd kündigte an, dass eine Entscheidung über diese zweite Teilgenehmigung voraussichtlich bis zum Abschluss der noch laufenden Rechtsstreitigkeiten zurückgestellt werde.

Die SGD Süd hatte Anfang Mai die erste Teilgenehmigung erteilt und den Sofortvollzug angeordnet. Die KMW begann daraufhin Ende Mai mit den ersten Bauarbeiten. Der Sofortvollzug ist derzeit noch Gegenstand mehrerer Rechtsverfahren. Das OVG forderte die KMW daher mit Blick auf den Baubeginn auf, «keine Fakten» zu schaffen.

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