Zeichen setzen

Klimaschutzregion Hannover stellt Zukunftsprojekte vor

Die Klimaschutzregion Hannover ging im Frühjahr 2003 an den Start, um Klimaschutz und Wirtschaft im Raum Hannover gemeinsam voranzubringen. Jetzt stellten die Projektpartner ihre Vorschläge vor, u.a. eine Nullemissionssiedlung mit Häusern ohne Heizung.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Hannover (red) - Häuser ohne Heizung - so könnte es ab 2006 in einer ganzen Neubausiedlung aussehen. Geplant ist sie als "Leuchtturmprojekt" der Klimaschutzregion Hannover. Die Nullemissionssiedlung "In der Rehre" am Rand von Wettbergen ist einer der Vorschläge, die die Projektpartner kürzlich präsentierten.

Zwei Basisgutachten dienten dazu als Grundlage: Welche wirtschaftliche Bedeutung und Potenziale von Klimaschutzmaßnahmen für den Raum Hannover ausgehen, veranschaulicht das Niedersächsische Institut für Wirtschaftsforschung. Das Wuppertal Institut stellt dar, wie sich in der Region der Ausstoß des Klimagiftes Kohlendioxid bis zum Jahr 2050 um über 60 Prozent senken lässt. "Wie aus Visionen konkrete Projekte werden, haben wir bereits mehrfach bewiesen", betonte Dr. Erich Deppe, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Hannover AG. Ein Beispiel hierfür sei der bundesweit einmalige Klimaschutzfonds proKlima, in dem sich das Unternehmen gemeinsam mit der Stadt Hannover und weiteren Kommunen seit 1998 engagiere.

Die Klimaschutzregion Hannover ging im Frühjahr 2003 an den Start, um Klimaschutz und Wirtschaft im Raum Hannover gemeinsam voranzubringen. Zu den Projektpartnern gehören der enercity-Fonds proKlima, die Klimaschutzagentur, die Stadtwerke Hannover sowie Stadt und Region. Die Klimaschutzregion beabsichtigt Projekte mit Vorbildcharakter zu realisieren, die möglichst viele Akteure, Leistungsanbieter und Leistungsnachfragende für die Vision einer nachhaltigen Energiezukunft begeistern.

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