Fünf Millionen Euro

Klimaschutzoffensive der Erzdiözese Bamberg

Mit einer Energie- und Klimaoffensive will die Erzdiözese Bamberg ab 1. März bei ihren 350 Pfarrgemeinden klimaschonende Bau- und Renovierungsmaßnahmen sowie das Energie- und Umweltmanagement fördern. Fünf Millionen Euro stehen bereit.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Bamberg (ddp/sm) - Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick sagte am Donnerstag, Klimaschutz bedeute "Verantwortung für die Schöpfung" zu übernehmen. Zudem wolle man mit der Aktion bei Bau- und Umbaumaßnahmen Energie einsparen und auf diese Weise für eine nachhaltige finanzielle Stabilität sorgen.

Insgesamt fünf Millionen Euro stellt die Diözese zum Auftakt für Klimaschutz-Maßnahmen ihrer Gemeinden bereit. Zusätzlich sollen jedes Jahr weitere 1,5 Millionen Euro in das Projekt fließen, wenn es die Haushaltslage erlaubt. Die Erzdiözese setzt auf freiwilliges Engagement. "Alle Menschen aus der Diözese sind aufgerufen, sich Gedanken zu machen, wie sie Energie einsparen können", sagte Schick. Dies betreffe sowohl Pfarrgemeinde- und Verwaltungsräte wie auch jeden Einzelnen zu Hause.

Auch die Ökumene sei angesprochen. "Wir wollen ein gutes Beispiel geben, aber auch politisch und gesamtkirchlich wirken", sagte Schick, der sich von der Offensive zusätzlich Impulse für Gesellschaft und Politik erhofft. Was die Themen Energie und Umwelt angehe, so sei es "fünf vor zwölf". "Wir müssen unbedingt jetzt handeln, sonst kann die Umwelt nicht bewahrt werden und das wird verheerende Folgen haben", mahnte der Erzbischof.

Zwar habe sich die Erzdiözese in den vergangenen Jahren schon für den Klima- und Umweltschutz eingesetzt, dennoch müsse jetzt alles getan werden, um voranzukommen. Allerdings sei es auch ein hoffnungsvolles Beginnen. "Wenn wir jetzt beginnen, dann können wir die Situation noch bewältigen", sagte Schick.

Der Baudirektor der Erzdiözese Bamberg, Josef Schwab, sagte, es werde bei den Zuschussanträgen für energiesparende Baumaßnahmen zum Auftakt der Offensive mit einem Ansturm der Gemeinden gerechnet. Jedoch werde man nur dort fördern, wo es sich rechne. Der Umweltbeauftragte der Erzdiözese, Klaus Schwaab, erwartet durch die Energie- und Klimaoffensive bis zu zehn Prozent Einsparungen beim Verbrauch der Gemeinden. So habe er zum Thema Energiemanagement schon Anfragen aus den Dekanaten erhalten.

Zum Maßnahmenkatalog gehören dabei Energiechecks genauso wie die Schulung von Energiebeauftragten. Offiziell gestartet wird die Offensive am Sonntag, 1. März, mit einem Gottesdienst und Festakt im Jugendhaus Burg Feuerstein im oberfränkischen Ebermannstadt, an dem auch der bayerische Umweltminister Markus Söder (CSU) teilnehmen wird.

Top