Investition in die Zukunft

Klimaschutz und höherer Wohnkomfort durch Altbausanierung

In drei Mehrfamilienhäusern bei Hannover sollen unter anderem durch bessere Dämmung und Passivhauskomponeten Heizkosten von bis zu 90 Prozent eingespart werden. Das vom Wohnungsunternehmen Gundlach und proKlima unterstützte Projekt ist Teil des bundesweiten Projekts "Niedrigenergiehaus im Bestand" der dena.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (red) - Das Wohnungsunternehmen Gundlach verwandelt in Kooperation mit dem enercity-Fonds proKlima drei Vahrenwalder Mehrfamilienhäuser aus dem Jahre 1959 in komfortable Energiesparmodelle. Die Gebäude werden sehr gut gedämmt, die Heizung wird auf Fernwärme umgestellt und es kommen Passivhauskomponenten wie Komfortlüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung und Fenster mit Drei-Scheiben-Wärmeschutzglas zum Einsatz.

"Durch diese Kombination wollen wir eine Heizenergieersparnis von rund 90 Prozent erreichen", erläutert proKlima-Ingenieur Tobias Timm. Die damit verbundene Kohlendioxid-Einsparung sei ein enormes Potenzial für den Klimaschutz, welches sich bei den meisten Altbauten in Deutschland noch erschließen lasse. Doch der Umbau der Mehrfamilienhäuser "Auf dem Hollen" käme nicht nur der Umwelt zugute, Gundlach-Prokurist Franz-Josef Gerbens erwartet auch eine höhere Kundenzufriedenheit und gute Vermietung der Immobilien. Außerdem seien die zu erwartenden geringeren Heizkosten ein weiterer Vorteil für die Mieter - gerade in Zeiten steigender Energiekosten.

Der enercity-Fonds finanziert zudem eine sozialwissenschaftliche Begleitung des Umbaus, um die Zufriedenheit der Mieter mit den Modernisierungsmaßnahmen zu erfassen. Auch die Effizienz der Gebäudetechnik wird von proKlima untersucht, dabei geht es beispielsweise um die Höhe des tatsächlichen Wärmebedarfs. Die gewonnenen Erkenntnisse werden zum Optimieren des Energiesparkonzeptes dienen und in zukünftige Vorhaben einfließen.

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