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Klimakonferenz: Röttgen mahnt Ergebnisse in Kopenhagen an

Kurz vor seiner Abreise zur UN-Klimakonferenz in Kopenhagen hat Bundesumweltminister Röttgen konkrete Ergebnisse des Gipfels angemahnt. "Der Klimawandel schreitet voran und darum muss die Politik handeln", unterstrich Röttgen heute. "Es wird keine bessere Gelegenheit mehr geben, zu Entscheidungen zu kommen."

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (ddp/red) - Oberstes Ziel sei, die Erderwärmung auf zwei Grad gegenüber vorindustriellem Niveau zu begrenzen. Röttgen wird ab Samstag an den Klimaverhandlungen in Kopenhagen teilnehmen. Den bisherigen Verlauf des Kopenhagener Gipfels bewertete er positiv. Es habe sich ein Verhandlungsklima entwickelt, "das vom Erfolgswillen gekennzeichnet" sei.

Klimagipfel ist kein Selbstläufer

"Der Misserfolg von Kopenhagen wäre der Misserfolg von 100 Staats- und Regierungschefs", sagte der CDU-Politiker. Es gebe positive Signale von vielen Staaten. So hätten die USA und wichtige Schwellenländer wie China und Brasilien konkrete Minderungsziele vorgelegt, Russland habe sein Angebot verbessert. Röttgen räumte jedoch auch ein, dass die Konferenz "noch nicht zum Selbstläufer"geworden sei.

Deutschland Vorreiter in Kopenhagen

Röttgen bekräftigte die Vorreiterrolle Deutschlands. Er halte nicht viel vom Prinzip "Wir bewegen uns erst, wenn Du Dich bewegst", sagte der Umweltminister und verwies auf das Ziel Deutschlands, die CO2-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent zu senken. Dies sei unter anderem sei nur zu erreichen, indem die Energieeffizienz deutlich gesteigert werde. Er warb außerdem für den Ausbau der erneuerbaren Energien.

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