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Klima und Geldbeutel an Weihnachten schonen

An Weihnachten werden für gewöhnlich viele Klimasünden begangen. Das ist nicht nur schlecht für die Umwelt, sondern auch für den Geldbeutel. Wenn man allerdings den ein oder anderen Tipp beherzigt, können überflüssige Kosten vermieden und die Umwelt geschont werden.

Frühling© felinda / Fotolia.com

Berlin (red) - Für das Klima gibt es an Weihnachten wenig zu feiern: Milliarden von Euros werden in Geschenke investiert, Berge von Fleisch verzehrt und Tonnen von Abfall produziert. Und auch der Stromverbrauch steigt während der Feiertage deutlich an: Nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft, verbrauchen Deutsche Haushalte am ersten Weihnachtstag etwa ein Viertel mehr Strom als an einem durchschnittlichen Wintertag. Grund genug, um auch während der Feiertage den eigenen Energieverbrauch im Blick zu behalten.

Fünf Maßnahmen für klimafreundliche Feiertage

  • 1. Klimafreundlich zur Familie reisen: Geht es während der Feiertage zur Familie oder in den Kurzurlaub? Dann sollte man in dieser Zeit die Heizung herunter regeln. Und auch bei der Anreise lässt sich viel CO2 vermeiden. Klimafreundlich ist man mit der Bahn, Fernbus oder Mitfahrgelegenheiten unterwegs.
  • 2. Geschenke - weniger ist mehr: Laut Statistischem Bundesamt gab jeder Deutsche 2013 durchschnittlich 273 Euro für Weihnachtsgeschenke aus. Oft freuen sich Verwandte und Freunde schon über gemeinsam verbrachte Zeit statt teurer Geschenke. Soll es doch etwas Materielles sein, sind Second-Hand-Shops oder Flohmärkte eine gute und preiswerte Fundgrube. Für Kreative gibt es verschiedene Upcycling-Weihnachtsgeschenkideen, berichtet die co2online gemeinnützige GmbH.
  • 3. Verpackungsmüll kreativ vermeiden: Zum Verpacken der Geschenke eignen sich alte Zeitungen und Zeitschriften. Bei Geschenkpapier sollte man auf das FSC-Siegel oder den Blauen Engel achten. Abfall lässt sich auch vermeiden, indem man altes Geschenkpapier mehrfach benutzt.
  • 4. Auf der Speisekarte steht Klimaschutz: In der Weihnachtsbäckerei sollten vor allem Zutaten aus biologischem Anbau zum Einsatz kommen. Biobauern verzichten auf chemische Düngemittel, die in der Produktion sehr energieaufwendig sind. Auch pflanzliche Zutaten haben eine gute Klimabilanz: Ersetzt man 250 g Butter durch die gleiche Menge Pflanzenmargarine, lassen sich rund 5,7 kg CO2 vermeiden. Das Weihnachtsmenü könnte zur Abwechslung auch vegetarisch sein. Fleischlose Gerichte liegen nicht nur im Trend. Sie schmecken auch gut und verursachen weniger CO2.
  • 5. Festtags-Stimmung – ohne schlechtes Gewissen: Beim Weihnachtsfest darf der Weihnachtsbaum in den meisten Haushalten nicht fehlen. 30 Millionen Weihnachtsbäume wurden 2013 in Deutschland verkauft. Wer auf den Weihnachtsbaum nicht verzichten möchte, sollte einen ökologisch zertifizierten Baum kaufen, den man am FSC-, Naturland- oder Bioland-Siegel erkennt. Auch Bäume aus regionaler Forstwirtschaft sind empfehlenswert.

Stromfresser aufspüren

Die von der Europäischen Kommission geförderte Kampagne SMERGY unterstützt beim Energiesparen und informiert über Spar-Tipps für die Weihnachtszeit. Außerdem errechnet der interaktive Online-Check SMERGYmeter auf individuelle Einsparpotenzial der Nutzer und entlarvt ganzjährig versteckte Energiefresser.

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