Ausbau

Klage gegen Staudinger-Erweiterung zurückgezogen

Die Gemeinde Hainburg und zwei Grundstückseigentümer haben ihre Klagen gegen die Baugenehmigungen für zwei 57 Meter hohe Kohlelager des Kraftwerks Staudinger vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) zurückgezogen. Ob E.ON aber tatsächlich ausbauen kann, ist noch von einer weiteren Entscheidung abhängig.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Kassel (ddp/red) - Damit entfalle die für Mittwoch angesetzte mündliche Verhandlung vor dem Gericht, sagte ein VGH-Sprecher am Dienstag in Kassel. Die Gründe, warum die Klage gegen das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt, das den Bau der Silos bei Hanau genehmigt hatte, zurückgenommen wurde, sei nicht bekannt. Somit sei derzeit keine Klage mehr gegen die Kohlelager anhängig, fügte der Sprecher hinzu.

Die Kläger hatten zuvor ihre Befürchtungen geäußert, dass die Genehmigung für die beiden Lager mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 440.000 Tonnen dem Neubau des umstrittenen Blocks 6 den Weg bereitet.

Der Energiekonzern E.ON will einen neuen Kohlekraftwerksblock bauen. Die Pläne für die Genehmigung des 1,2 Milliarden Euro teuren Projekts liegen derzeit noch beim RP Darmstadt. Die Behörde wartet für eine Entscheidung noch auf eine Umweltverträglichkeitsuntersuchung. Die Entscheidung werde in diesem Sommer fallen, hatte das RP vor Wochenfrist angekündigt. Eines der beiden 57 Meter hohen Vorratssilos ist mittlerweile fertiggestellt.

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