"Unzumutbare Risiken"

Klage gegen französisches Atomkraftwerk in Fessenheim

Der Trinationale Atomschutzverband (TRAS), in dem mehrere baden-württembergische Gemeinden und Organisationen als Mitglieder vertreten sind, will gerichtlich die Schließung eines französischen Atomkraftwerks erwirken. Da eine Beschwerde bei der französischen Regierung grundlos abgelehnt worden sei, gehe man nun gerichtlich vor.

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Basel (ddp/sm) - Wie der TRAS am Mittwoch in Basel mitteilte, klagt der Verband beim Verwaltungsgericht in Straßburg. Ziel ist es, das älteste, sich noch im Betrieb befindliche französische Atomkraftwerk in Fessenheim stillzulegen. Die beiden Reaktorblöcke wurden laut TRAS 1977 und 1978 in Betrieb genommen.

Beschwerde wurde abgelehnt

TRAS ist den Angaben zufolge ein Anti-Atom-Zusammenschluss von 62 Gemeinden sowie schweizerischen, französischen und deutschen Verbänden und Bürgern. Der Verband hatte bereits im Juli 2008 bei der französischen Regierung Beschwerde gegen das Kraftwerk eingelegt, "da dieses unzumutbare Risiken birgt". Dies sei "ohne wirkliche Begründung und auch ohne, dass der Verband angehört wurde", abgelehnt worden, hieß es weiter.

TRAS-Präsident Jürg Stöcklin betonte, die Ablehnung der Beschwerden habe bewiesen, "dass die französische Verwaltung keinen Dialog wünscht und auf keinerlei Argumente, die für eine Stilllegung von Fessenheim sprechen, eingehen möchte". Stattdessen habe der Präsident der Atomsicherheitsbehörde bereits vor der im kommenden Jahr stattfindenden Zehnjahres-Revision von Fessenheim erklärt, dass die Betriebsdauer des Atomkraftwerks verlängert werde. Fessenheim liegt rund 30 Kilometer südwestlich von Freiburg.

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