Kirchengemeinden bekommen 20 Millionen Mark für Sonnenenergie

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Aufgrund der großen Nachfrage evangelischer und katholischer Gemeinden nach dem Förderprogramm "Kirchengemeinden für die Sonnenenergie" hat die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (Osnabrück) das Volumen der Kampagne von zehn auf 20 Millionen Mark verdoppelt, die Laufzeit bleibt allerdings auf Ende 2001 begrenzt. Insgesamt wurden 3500 Informationsmappen an interessierte Gemeinden verschickt. 366 Förderanträge wurden gestellt, 124 Anlagen bisher bewilligt.


"Wir kommen mit der Bearbeitung der Anträge, die tagtäglich auf uns einstürmen, fast nicht nach", erklärte Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Umweltstiftung. "Wir haben die Fläche der förderungswürdigen Anlagen bewusst auf 50 Quadratmeter pro Anlage und 70 000 Mark Höchstfördersumme begrenzt, um möglichst vielen Gemeinden Gelder bewilligen zu können", betonte er. Bis zum Ende der Initiative rechnet die Deutsche Bundesstiftung Umwelt mit über 700 Anträgen. "Abgelehnt werden Anträge, die keine gesicherte Finanzierung vorweisen können. Gemeinden, die ihre Gebäude bereits in der Vergangenheit mit einer energiebewussten Ausstattung ausgestattet haben, werden bevorzugt", erläutert Brickwedde.


"Wir haben diese Initiative ins Leben gerufen, um für die Verbreitung erneuerbarer Energien die Vorbildfunktion der Kirche zu nutzen", sagte Brickwedde. Nur ein allmählicher Wertewandel könne den Bürger dazu bewegen, sich auf alternative Energien umzustellen.

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