Einigung

Kinderzuschlag für Geringverdiener steigt

Die Koalition hat sich auf einen höheren Kinderzuschlag für Geringverdiener geeinigt. Ab 2017 soll es zehn Euro monatlich mehr geben. Auch das Kindergeld steigt, allerdings nur um zwei Euro im Monat. Zu wenig, finden Verbände und Opposition.

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Berlin – Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) haben sich nach "Bild"-Informationen auf eine Anhebung des Kinderzuschlags um zehn Euro geeinigt. Der Zuschlag für Geringverdiener solle zum Jahreswechsel auf 170 Euro steigen, berichtete die Zeitung am Donnerstag unter Berufung auf Koalitionskreise.

Kindergeld steigt um zwei Euro

Auch die von Schäuble angekündigte Erhöhung des Kindergelds um zwei Euro sowie eine leichte Anhebung von Grundfreibetrag und Kinderfreibetrag seien vereinbart worden. Der Koalitionsausschuss solle dem Gesetzentwurf am Donnerstag zustimmen, das Kabinett dann am kommenden Mittwoch darüber beraten.

Zum 1. Juli 2016 war der Kinderzuschlag bereits um 20 Euro auf maximal 160 Euro monatlich gestiegen. Kindergeld und Kinderfreibetrag waren zu Jahresbeginn erhöht worden. Verbände und Opposition kritisierten die Anfang September von Schäuble in Aussicht gestellte Erhöhung des Kindergelds um zwei Euro als unzureichend.

Viele nehmen Zuschlag nicht in Anspruch

Nach Angaben des Familienministeriums wurde der Zuschlag 2016 für 260.000 Kinder ausgezahlt. Armutsforscher gehen allerdings davon aus, dass rund zwei Drittel der Anspruchsberechtigten den Kinderzuschlag nicht in Anspruch nehmen. "Hier besteht also dringender Reformbedarf", betonte Hofmann.

Quelle: DPA

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