Neue Statistik

Kfz-Haftpflicht in Regionalklassen: 12 Prozent zahlen womöglich drauf

Bei der Kfz-Haftpflicht in den Regionalklassen könnte es aufgrund der neuen Statistik des GDV zu veränderten Beträgen kommen. Für rund 4,8 Millionen Versicherte wird es dem Verband zufolge teurer.

Neuwagen-Versicherung© Michael S. Schwarzer / Fotolia.com

Berlin - Viele Autofahrer in Nord- und Ostdeutschland profitieren in der Kfz-Haftpflicht von niedrigen Einstufungen in den Regionalklassen der Versicherer. In der neuen Regionalstatistik des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ergeben sich besonders günstige Einstufungen für Fahrzeugeigentümer in den Bundesländern Brandenburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Die Statistik ist nach GDV-Angaben zwar für die Versicherungsunternehmen unverbindlich. Dennoch bildet sie einen Anhaltspunkt für die Berechnung neuer Tarife. Für die bestehenden Verträge bedeutet das Veränderungen meist zum 1. Januar 2017.

Kfz-Haftpflicht ist in Offenbach am teuersten

In den Großstädten und in Teilen Bayerns sind die Klassen aufgrund der dortigen höheren Schadenbilanz oft weitaus schlechter als im Norden und Osten. Den bundesweit besten Wert weist Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern auf, den schlechtesten Offenbach.

GDV: Für 12 Prozent aller Versicherten wird es teurer

Rund jeder Sechste darf sich freuen: Nach GDV-Angaben werden von den insgesamt 39,6 Millionen Kfz-Haftpflichtversicherten rund 16 Prozent (6,3 Millionen) bei den Regionalklassen herabgestuft, sodass sie von günstigeren Tarifen profitieren. Rund 12 Prozent (4,8 Millionen) müssen dagegen wohl tiefer in die Tasche greifen. Für fast drei Viertel der Autofahrer (fast 72 Prozent) ändert sich laut GDV bei den Einstufungen nichts.

Quelle: DPA

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