Mangels Kapital

KfW-Studie: Energiesparpotenziale bleiben ungenutzt

Eine Studie der KfW zum Hemmnissen und Erfolgsfaktoren von Energieeffizienz in Unternehmen hat ergeben, dass viele Unternehmen das Einsparpotenzial unterschätzen. Zudem würden derlei Maßnahmen oftmals mangels Kapital verschoben. Bei der KfW gebe es jedoch verschiedene Förderprogramme.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Frankfurt am Main (red) - Energieeinsparpotenziale werden von Unternehmen vielfach unterschätzt. Dies ist ein zentrales Ergebnis der KfW-Studie "Hemmnisse und Erfolgsfaktoren von Energieeffizienz in Unternehmen".

Diese ergab u.a., dass 39 Prozent der Unternehmen ihr Einsparpotenzial auf weniger als zehn Prozent schätzen, knapp 34 Prozent sahen überhaupt kein Einsparpotenzial. Dem gegenüber stehen Berichte von Energieberatern, wonach sich in kleinen und mittleren Unternehmen häufig Energieeinsparpotenziale von bis zu 20 Prozent finden lassen. Studien anerkannter Forschungsinstitute beziffern das gesamte Energieeinsparpotenzial in Industrie und Gewerbe ebenfalls auf etwa 20 Prozent.

"Vor dem Hintergrund der rasanten Energiepreissteigerungen in den letzten beiden Jahren ist das Thema stärker in den Fokus der Unternehmen gerückt. Insbesondere die mit Energieeffizienzmaßnahmen verbundenen Kosteneinsparungspotenziale sind sehr attraktiv, bleiben aber vielfach ungenutzt", kommentierte Dr. Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. Hauptmotiv für die Umsetzung betrieblicher Energieeffizienzmaßnahmen sei eindeutig die Energiekosteneinsparung. Mehr als die Hälfte der Unternehmen habe zudem angegeben, Energieeffizienzmaßnahmen ergriffen zu haben, um gegen steigende Energiepreise gewappnet zu sein.

"Finanzierungshilfen und eine verstärkte Förderung der unabhängigen Energieberatung können dazu beitragen, die Energieeffizienz in den Unternehmen nachhaltig zu verbessern. Insbesondere bei kleineren Unternehmen besteht Handlungsbedarf", erläuterte Irsch. Es sollten verstärkt Anstrengungen unternommen werden, die brach liegenden wirtschaftlichen Energieeffizienzpotenziale zu heben.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Gewerbe

    KfW startet Förderprogramm zur Nutzung industrieller Abwärme

    Mit der Vermeidung oder Nutzung von Abwärme können Unternehmen ihren Energieverbrauch deutlich senken. Das schützt Klima und Umwelt. Mit einem neuen Förderprogramm können sich Firmen Unterstützung bei der Modernisierung einholen.

  • Heizungsinstallation

    Kreditangebot für Altbausanierung verbessert

    Hauseigentümer können die energetische Sanierung ihres Altbaus ab sofort günstiger finanzieren. Die Förderbank KfW hat den Tilgungszuschuss auf bis zu 22,5 Prozent angehoben. Damit müssen Kreditnehmer weniger Geld zurückzahlen als bisher. Auch haben sie jetzt Anspruch auf eine finanziell geförderte Baubegleitung.

  • Hochspannungsmasten

    Tagung: Praxisanforderungen und Gesetzgebung zu Contracting

    Auf der Tagung des ZVEI Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie sollen aktuelle Lösungsbeispielen sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen für eine positive Weiterentwicklung des Contracting diskutiert werden. Die Veranstaltung findet am 3. und 4. November in Düsseldorf statt.

  • Energieversorung

    Schröder: Heimische Steinkohle bleibt Baustein der deutschen Energieversorgung

    Auf der Deutschen Steinkohle-Betriebsrätevollversammlung hat Bundeskanzler Schröder klargestellt, dass die heimische Steinkohle weiterhin ein wichtiger Baustein der deutschen Energieversorgung bleibt. In Deutschland hätten Steinkohle und Braunkohle auch deshalb Zukunft, weil es die weltweit modernste und umweltfreundlichste Kraftwerkstechnologie gebe.

Top