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KfW stellt Überlegungen für Klimaschutzfonds zur Unterstützung des Kyoto-Protokolls vor

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau hat jetzt einen Klimaschutzfonds vorgestellt, der die Nutzung der projektbezogenen Mechanismen des Kyoto-Protokolls erleichtern soll. Diese bieten die Möglichkeit, die Verpflichtung zur Minderung von Treibhausgasemissionen auch durch Investitionen in Transformations- und Entwicklungsländern zu erfüllen.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Wolfgang Kroh, Mitglied des Vorstandes der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), hat gestern der Bundesministerin Heidemarie Wiezcorek-Zeul die aktuellen Überlegungen der KfW zur Einrichtung eines Klimaschutzfonds vorgestellt. Der Fonds soll die Nutzung der projektbezogenen Mechanismen des Kyoto-Protokolls erleichtern.

Diese bieten die Möglichkeit, die Verpflichtung zur Minderung von Treibhausgasemissionen auch durch Investitionen in Transformations- und Entwicklungsländern zu erfüllen. "Damit wird gleichzeitig Kapital für die armen Länder mobilisiert und moderne Technologien transferiert," sagte Wolfgang Kroh. Der Fonds soll sich auf den Erwerb von Emissionsgutschriften konzentrieren, die in diesem Zusammenhang generiert werden. Noch bestehende Kostennachteile von regenerativen Energien werden mit dieser wirtschaftlichen Inwertsetzung ihrer Klimaschutzqualitäten reduziert. Gleichzeitig verbessern sich damit die Marktchancen dieser Technologien. Der Fonds wird einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Neben regenerativen Energien werden vor allem auch Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz profitieren. Bei diesen könnte es sich z. B. um die Modernisierung von konventionellen Kraftwerken handeln, die dann bei gleicher Leistung deutlich weniger Kohlendioxid emittieren. Fondsanleger sollen vor allem private Unternehmen sein, die sich nicht selbst in Entwicklungs- und Transformationsländern engagieren wollen oder können. Es wird an ein Fondsvolumen von etwa 50 Millionen Euro gedacht.

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