Lass die Sonne rein...

KfW fördert Photovoltaik in China

170 Dörfer in den chinesischen Landesteilen Xinjiang und Yunnan werden mit Hilfe der Kreditanstalt für Wiederaufbau jetzt erstmals an die Stromversorgung angeschlossen. Mit den 10,2 Millionen Euro, die die KfW bereitstellt, sollen Solarstromanlagen errichtet werden, die sich wegen der großen Sonneneinstrahlung in diesen Gebieten anbieten.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt China beim Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien. Bis zu 170 Dörfer in den Landesteilen Xinjiang und Yunnan erhalten jetzt Photovoltaikanlagen, die eine Stromversorgung in diesen ländlichen Regionen erstmals möglich machen. Die KfW stellt für die Vorhaben insgesamt 10,2 Millionen Euro bereit. Die Mittel stammen aus dem Haushalt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Den Darlehensvertrag über 5,1 Millionen Euro für den Bau der Solaranlagen in Yunnan hat die KfW heute in Frankfurt mit dem chinesischen Finanzministerium unterzeichnet. Die Verträge für das Vorhaben in Xinjiang wurden bereits im Januar abgeschlossen. Hierfür stellt die KfW ebenfalls 5,1 Millionen Euro zur Verfügung. Die neuen Solaranlagen werden etwa 60 000 Menschen mit Elektrizität versorgen. Weite Teile der abgelegenen, westlichen Provinzen Yunnan und Xinjiang zählen zu denjenigen Gebieten Chinas, die bislang nicht an das Stromversorgungsnetz angeschlossen werden konnten. Gründe dafür sind unter anderem die großen Entfernungen zum bestehenden Versorgungsnetz und die geringe Siedlungsdichte. In beiden Projektgebieten ist jedoch eine hohe Sonneneinstrahlung gegeben, die ideales Potenzial für die Nutzung solarer Energien bietet. Die chinesische Regierung hat 1996 ein Programm aufgelegt, das darauf abzielt, bislang nicht elektrifizierte Regionen mit Strom aus erneuerbaren Energien zu versorgen. Die KfW-Projekte unterstützen dieses Programm.

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