Startschuss

KfW beschafft erste Emissionsgutschriften

Für deutsche und europäische Unternehmen, die an dem Programm teilnehmen, erwirbt die KfW Zertifikate treuhänderisch und leitet diese an die Unternehmen entsprechend ihrem Anteil am Programm weiter. Zunächst gibt es nur Emissionsgutschriften aus CDM-Vorhaben in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Frankfurt am Main (red) - Die KfW Bankengruppe beginnt bereits Emissionszertifikate zu beschaffen und hat eine erste Ausschreibung veröffentlicht. Dabei will die KfW zunächst Emissionsgutschriften aus CDM-Vorhaben erwerben, die in Entwicklungs- und Schwellenländern klimaschädliche Emissionen reduzieren und dort gleichzeitig eine nachhaltige Entwicklung fördern.

In wenigen Monaten wird die KfW ihr Beschaffungsprogramm auf JI-Vorhaben in Transformationsländern ausdehnen. "Beim Klimawandel handelt es sich um ein globales Problem. Der KfW-Klimaschutzfonds hilft dabei, grenzüberschreitend das Klima dort zu schützen, wo es mit den geringsten Kosten möglich ist", erläutert Detlef Leinberger, Umweltvorstand der KfW Bankengruppe. Die Anforderungen des Kyoto-Protokolls an die Qualität solcher Emissionszertifikate würden in jedem Fall eingehalten. Es soll auch sichergestellt werden, dass die erworbenen Zertifikate im Europäischen Emissionshandelssystem einsetzbar sind.

Die KfW stellt eigene Mittel in Höhe von bis zu zehn Millionen Euro bereit, um das Programm auf den Weg zu bringen. Für deutsche und europäische Unternehmen, die an dem Programm teilnehmen, erwirbt die KfW Zertifikate treuhänderisch und leitet diese an die Unternehmen entsprechend ihrem Anteil am Programm weiter. In einem zweiten Schritt können diese Unternehmen die Zertifikate in Emissionsrechte umtauschen und erfüllen damit ihre Verpflichtungen im Rahmen des europäischen Emissionshandelssystems.

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