Verbesserung der Umweltsituation

KfW: 871 Millionen Euro für Umweltschutzinvestitionen

Im Rahmen ihres Förderprogramms vergibt die Kreditanstalt für Wiederaufbau langfristige, zinsgünstige Darlehen. Gefördert werden unter anderem Maßnahmen zur Verminderung oder Vermeidung von Luftverschmutzungen, zur Beseitigung von Boden- oder Gewässerverunreinigungen und zur Verbesserung der Abwasserreinigung.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau hat im Jahr 2002 über ihr Umweltprogramm gewerbliche Umwelt- und Klimaschutzinvestitionen durch zinsgünstige und langfristige Darlehen in Höhe von 871 Millionen Euro gefördert. "Das Programm stellt einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Umweltsituation in Deutschland dar", betonte Detlef Leinberger, Umweltvorstand der KfW.

Die Aufschlüsselung der über 700 im Jahr 2002 geförderten Umweltinvestitionen nach Umweltschutzkategorien zeige, dass davon knapp die Hälfte auf Maßnahmen zur energetischen Modernisierung von Produktion und Logistik sowie von Verwaltungs- und Produktionsgebäuden entfalle. Investitionen in Energieeinsparung haben erkennbar einen besonderen Stellenwert. "Die Attraktivität des Umweltprogramms im Energiebereich ist vor allem darauf zurückzuführen, dass es die Unternehmen dabei unterstützt, ihre betrieblichen Energiekosten zu senken und so ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen", kommentierte Leinberger. Ein gutes Viertel des Gesamtkreditvolumens 2002 wurde für den Ausbau der gewerblichen Nutzung erneuerbarer Energien eingesetzt insbesondere der Windkraft- und der Biomassenutzung (19 bzw. sechs Prozent des Kreditvolumens).

Im Rahmen des Förderprogramms werden langfristige, zinsgünstige Darlehen aus Eigenmitteln der KfW vergeben. Das KfW-Programm richtet sich an in- und ausländische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, freiberuflich Tätige sowie Unternehmen, an denen die öffentliche Hand, Kirchen oder karitative Organisationen beteiligt sind. Gefördert werden unter anderem Maßnahmen zur Verminderung oder Vermeidung von Luftverschmutzungen, zur Beseitigung von Boden- oder Gewässerverunreinigungen, zur Verbesserung der Abwasserreinigung, zur Abfallvermeidung sowie zur Herstellung innovativer umweltfreundlicher Produkte. Anträge für die Förderkredite können bei Banken oder Sparkassen gestellt werden.

Weiterführende Links
Das könnte Sie auch interessieren
  • Wärmebild

    Die vier größten Irrtümer bei der Sanierung von Häusern

    Beim Stichwort "energetische Gebäudesanierung" denken die meisten an gut gedämmte Häuser mit geringen Energiekosten, an den Abschied von alten, zugigen Fenstern und an Wärme aus erneuerbaren Energien. Stimmt das? Denn manch einer fragt sich, ob das Haus nachher wirklich besser aussieht als vorher und ob sich der ganze Aufwand finanziell lohnt.

  • Stromtarife

    KfW-Programme reduzierten Kohlendioxidausstoß massiv

    Gestern fand in Berlin das KfW-Symposium "Europäisch Leben - Europäisch Wohnen" statt. Experten aus Politik, Verbänden, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien trafen sich, um ihre Erfahrungen zu Themen wie Energieeinsparung und Minderung des Kohlendioxid-Ausstoßes auszutauschen.

  • Stromnetz Ausbau

    "100.000-Dächer": KfW vergab bis dato eine Milliarde Euro Kredite

    Im Rahmen des 1999 gestarteten "100.000 Dächer"-Solarstrom-Programms hat die KfW-Bankengruppe heute das Kredit-Fördervolumen von einer Milliarde Euro erreicht. Bislang wurden Solarstromanlagen mit einer Nennleistung von rund 190 Megawatt gefördert - genug Strom für 50.000 private Haushalte.

  • Strompreise

    KfW vergibt zinsgünstige Darlehen für energiesparendes Bauen und Altbausanierung

    Mit verschiedenen Darlehensprogrammen fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau die Sanierung von energieintensiven Altbauten.

  • Strompreise

    Umweltförderkredite gewinnen an Bedeutung

    Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat heute über Umweltinvestitionen als "Bausteine der Klimaschutzpolitik" berichtet. Mehrere Milliarden Euro flossen im vergangenen Jahr in die Förderung regenerativer Energien.

Top