Bilanz 2003

Kernkraftwerke steigern Produktion und Verfügbarkeit

Die in Betrieb befindlichen 19 deutschen Kernkraftwerke haben 2003 insgesamt 165,1 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt. Damit wurde die Produktivität des Vorjahres (164,8 Milliarden Kilowattstunden) übertroffen. Der Reaktor Isar 2 (1475 Megawatt) lieferte mit 12,3 Milliarden Kilowattstunden den meisten Strom.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (red) - Die Kernenergie hat auch im vergangenen Jahr rund ein Drittel des Gesamtbedarfs an Strom gedeckt, im Grundlastbreich war es sogar die Hälfte. Die 19 deutschen Kernkraftwerke erzeugten nach aktuellen Zahlen des Deutschen Atomforums 2003 insgesamt 165,1 Milliarden Kilowattstunden Strom und übertrafen damit die Produktivität des Vorjahres.

Auch die zeitliche Verfügbarkeit wurde gegenüber 2002 gesteigert. Im Durchschnitt waren die Kernkraftwerke im vergangenen Jahr 7679 Stunden (von 8760 Jahresstunden) für die Stromerzeugung verfügbar. Das entspricht 87,7 Prozent der Gesamtzeit (2002: 86 Prozent). Bei einem Großteil der Reaktoren lag die Zeitverfügbarkeit sogar zum Teil deutlich über 90 Prozent.

Für das Deutsche Atomforum e. V. spiegeln diese Zahlen klar die Vorzüge der Kernenergie wider: Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit: "Für unsere Energieversorgung ist es vor diesem Hintergrund wichtig, dass die Stromerzeugung aus Kernenergie noch viele Jahre eine wichtige Säule im Energiemix bleiben wird", erteilten die im Atomforum zusammengeschlossenen Konzerne dem Ausstieg aus der Atomenergie erneut eine klare Absage.

Das könnte Sie auch interessieren
  • München

    Oktoberfest: Riesiger Strombedarf wird mit Ökoenergie gedeckt

    Auf dem Münchener Oktoberfest verbrauchen Fahrgeschäfte und Buden die Strommenge einer Kleinstadt. Immerhin: Seit 2012 wird für die Energieversorgung ausschließlich Ökostrom und -gas bereitgestellt.

  • Stromrechnung

    Talfahrt bei RWE und Eon: Gibt es noch Lichtblicke?

    Die beiden Stromriesen RWE und Eon stecken in der Klemme. Beim Umstieg auf erneuerbare Energien hinken beide Firmen hinterher. Werden das bald die Stromkunden mit steigenden Preisen ausbaden müssen?

  • Strom sparen

    DatF: Deutsche Ausstiegspolitik macht international keine Schule

    Das Deutsche Atomforum e.V. sieht die Kernenergie europaweit im Aufwind: Nach wie vor ist Kernenergie nach fossilen Brennstoffen die zweitwichtigste Stromquelle in der Europäischen Union - und das wird auf absehbare Zeit wohl auch so bleiben. DatF-Chef Michel kritisierte im Rahmen der Wintertagung auch die Verzögerung bei der Endlagersuche.

  • Strompreise

    Ökostrom der MVV Energie erhält Umweltsiegel

    Der Mannheimer Stromversorger hat zum fünften Mal in Folge für sein Ökostrom-Produkt "Terra" das Umweltsiegel des Freiburger Vereins EnergieVision erhalten. Die Richtlinien des Umweltlabels wurden in diesem Jahr nochmals verschärft. Pro Jahr liefert die Mannheimer MVV Energie rund 1,3 Millionen Kilowattstunden Strom, die ausschließlich aus erneuerbaren Energien erzeugt wurden.

  • Energieversorung

    "Emissionshandel darf moderne Kohlekraftwerke nicht verhindern"

    Der ver.di-Energieexperte Erhard Ott hat sich gegen den Vorschlag von Bundesumweltminister Jürgen Trittin ausgesprochen, bei der Zuteilung der Emissionsrechte für neue Kraftwerke die weitaus geringeren Emissionen von Gaskraftwerken als alleinigen Maßstab anzulegen. Die Zusatzkosten für zuzukaufende Zertifikate bedeuteten "das K.O. für die heimische Braunkohle".

Top