Kernkraftwerk Cattenom: Jahresbericht der Umgebungsüberwachung für 1999 liegt vor

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Die Umgebungsüberwachung des Kernkraftwerkes Cattenom auf saarländischem und rheinland-pfälzischem Gebiet auf Radioaktivität hat im Jahr 1999 keine die Grenzwerte der Strahlenschutzverordnung übersteigende Belastung der Bevölkerung gezeigt. Dies ergibt sich aus dem Jahresbericht 1999 über die Umgebungsüberwachung des Kernkraftwerkes Cattenom, der jetzt vom Staatlichen Institut für Gesundheit und Umwelt des Saarlandes und vom Landesamt für Umweltschutz und Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz vorgelegt wurde.


Seit Inbetriebnahme des Kernkraftwerkes Cattenom im Jahre 1986 überwachen die beiden grenznahen Bundesländer Rheinland-Pfalz und Saarland nach einem festgelegten Messprogramm die Emissionen auf deutschem Gebiet, um die Auswirkungen des Kernkraftwerkes auf die Umgebung zu erfassen und die Freisetzung von Radioaktivität bei Störfällen möglichst frühzeitig zu erkennen. Dazu wird die Luft kontinuierlich an ortsfesten Messstationen in Perl, Biringen und Berus auf Radioaktivität überprüft. Daneben werden eine Vielzahl von Messungen an Wasser-, Boden- und Nahrungsmittelproben durchgeführt. Auswirkungen des Kernkraftwerkes Cattenom konnten nur in der Mosel nachgewiesen werden. Dort wurden im Jahr 1999 erhöhte Tritiumaktivitäten im Wasser und Spuren von Kobalt im Sediment gemessen, die eindeutig auf den Betrieb des Kernkraftwerkes zurückzuführen sind. In den anderen untersuchten Medien wie Luft, Nahrungsmittel und Trinkwasser konnten keine Einflüsse des Kernkraftwerkes Cattenom nachgewiesen werden. Alle Messwerte, auch die in der Mosel, lagen unter den Grenzwerten. Für Störfall bedingte Freisetzungen von radioaktiven Stoffen oder Überschreitungen genehmigter Ableitungswerte ergaben sich aus den Messwerten des Jahres 1999 keine Anzeichen.


Unter www.umwelt.saarland.de gibt es den Jahresbericht im Wortlaut.

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