Ölpreis

Kemfert erwartet zum Frühjahr deutlich fallende Gaspreise

Trotz deutlich gesunkener Ölpreise werden die Kosten für Gas dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge zunächst hoch bleiben. Erst "bis zum nächsten Frühjahr werden die Gaspreise um 20 bis 30 Prozent sinken", sagte die DIW-Energieexpertin Claudia Kemfert in einem Interview der Verbraucherzeitschrift "Guter Rat".

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Die Koppelung der Gas- an die Ölpreise mache sich erst mit einer Verzögerung von einem halben Jahr bemerkbar. Darum sei die jetzige deutliche Erhöhung der Gaspreise "eine Folge der hohen Ölpreise vom vergangenen Frühsommer".

Der Ölpreis wird nach Kemferts Einschätzung "mit Sicherheit wieder steigen, offen ist nur wann". Zwischendurch könne das Öl eventuell sogar noch billiger werden. Das habe mit Marktbedingungen nichts mehr zu tun, das sei reine Psychologie. Der Verbraucher könne in der jetzigen Situation nur seinen Öltank füllen. "Sonst hat er wenig Spielraum", sagte Kemfert der Zeitschrift.

In den vergangenen Wochen war der Ölpreis stetig gesunken. Am Dienstagvormittag lag der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Sorte Light Sweet Crude in New York bei 43,7 Dollar. Noch im Juli hatte das Barrel weit mehr als 140 Dollar gekostet.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Biomasse

    Niedrige Ölpreise: Recycling lohnt sich kaum noch

    Die niedrigen Ölpreise machen auch den Recycling-Unternehmen zu schaffen. Die Herstellung neuer Kunststoffe ist günstiger als die Verwendung von sogenannten Recyclaten als Rohstoff. Immerhin: Noch liegt man leicht über der Recycling-Vorgabe von 36 Prozent.

  • Strom- und Gaspreise

    Niedrige Energiekosten entlasten Verbraucher

    Der Ölpreis ist erneut gesunken und das macht sich besonders beim Heizöl und auch an den Tankstellen bemerkbar. Aber auch Gas ist günstiger geworden und zum ersten Mal in diesem Jahrtausend ist auch der Strompreis nicht weiter gestiegen.

  • Hochspannungsleitung

    Sinkender Ölpreis entlastet Wirtschaft um Milliarden

    Der sinkende Ölpreis entlastet Bürger und Unternehmen in Milliardenhöhe. Wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) meldet, führt der deutliche Preisrückgang bei Öl und Benzin seit Anfang Juli bis Jahresende zu Einsparungen von mehr als zehn Milliarden Euro.

  • Hochspannungsleitung

    Minister fordert Gaspreissenkungen um 25 Prozent

    Angesichts des deutlich gesunkenen Ölpreises fordert Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Werner Marnette (CDU) die Gasversorger zu Preissenkungen auf. Nach seinen Berechnungen müssten die Tarife um mindestens ein Viertel sinken. Dadurch könnten die Verbraucher um Hunderte Euro im Jahr entlastet werden.

  • Stromnetz Ausbau

    Wirtschaftsministerium spricht mit Gasversorgern über Preise

    Das Bundeswirtschaftsministerium will am Dienstag in Berlin mit den deutschen Gasversorgungsunternehmen über die Gaspreise reden. Entsprechende Gespräche würden von dem zuständigen Staatssekretär Jochen Homann geführt, sagte eine Ministeriumssprecherin am Montag in Berlin.

Top