Vorhersehbar

Keine Kredite mehr: Umweltkontor stellt Insolvenzantrag

Nach einem Minus von 46 Millionen Euro beim Konzernabschluss 2003 und fallenden Aktienkursen hat die Umweltkontor AG gestern Insolvenzantrag gestellt. Die Windparkbetreibergesellschaften und verschiedene Tochterunternehmen sind von der Zahlungsunfähigkeit zunächst nicht betroffen.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Mönchengladbach (red) - Umweltkontor, Projekt-Entwickler für Wind-Anlagen, hat beim Amtsgericht Mönchengladbach Antrag zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Das teile das Unternehmen gestern mit. Wie die ARD berichtet, waren zwei von sechs Banken nicht zur Aufrechterhaltung gewährter Kredite bereit.

An der Börse sei die Pleite jedoch keine große Überraschung, heißt es in dem Bericht weiter. So seien die Papiere von Umweltkontor nur noch als Spielball von Zockern benutzt worden. Im Herbst 2000 notierte die Aktie noch 43 Euro und sei dann zum "Penny Stock" verkommen.

Bereits beim Konzernabschluss 2003 schrieb das Unternehmen rote Zahlen. Bei einem Umsatz von 174 Millionen Euro wurde nur ein Ergebnis von minus 46 Millionen Euro ausgewiesen. Wie das Unternehen laut ARD berichtet, sind jedoch die Tochtergesellschaften von der Insolvenz nicht betroffen und werden ihre Geschäfte zunächst weiterführen. Das gleiche gelte auch für die 85 Betreibergesellschaften der bestehenden Windparks in der Rechtsform GmbH und Co.KG, da sie rechtlich und wirtschaftlich unabhängige Gesellschaften seien.

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