Schulden

Keine Einigung bei Gas-Streit mit Ukraine in Sicht

Gazprom geht auf Konfrontationskurs zur Ukraine. In den Gesprächen mit dem Nachbarland sei man "noch weit von einer Einigung entfernt", sagte der stellvertretende Gazprom-Chef Alexander Medwedew.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (red) - Gazprom fordert von der Ukraine einem Bericht der "Financial Times" zufolge rund 2,4 Milliarden Dollar. Nachdem man sich mit Kiew im vergangenen Monat auf die Begleichung eines Teils der Schulden geeinigt habe, habe Gazprom nach eigenem Bekunden nur einen "geringfügigen" Betrag bezahlt bekommen.

Die Unstimmigkeiten mit der Ukraine könnten dem Bericht zufolge eine Unterbrechung der Gaslieferungen in die EU zur Folge haben. Gazprom-Manager und Vertretern der Europäischen Kommission treffen sich heute in Brüssel, dabei wolle der Konzern deutlich machen, dass man entschlossen sei, die Ukraine zur Zahlung der Schulden zu bewegen. Außerdem wolle Gazprom der EU-Kommission darlegen, dass die Schuld im Falle einer Lieferunterbrechung nicht bei Gazprom liege.

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