KaWatt AG verwundert über Vossnet-Äußerungen

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
"Verbraucher und (ehemalige) Vossnet-Kunden sind nachhaltig verunsichert, und alle anderen neuen seriösen Akteure des noch so jungen und gerade wachsenden Marktes sind leider durch diese Geschehnisse mitbetroffen". - Mit diesen Worten kommentierte heute die Kölner KaWatt AG die jüngsten Vorkommnisse um den Bremer Stromanbieter Vossnet. Wie am gestrigen Dienstag berichtet, hat die Vossnet GmbH ein Angebot der KaWatt AG abgelehnt, die Stromversorgung der Vossnet-Kunden zu den Konditionen der KaWatt zu übernehmen (lesen Sie hier). In Köln zeigte man sich überrascht: "Der KaWatt AG liegt nach Verhandlungen mit Vossnet im Dezember des vergangenen Jahres zur Stromversorgung und dem Angebot der beratenden Geschäftsführung bei Vossnet bis dato kein ablehnender Bescheid vor", so KaWatt-Vorstand Robert H. Kyrion gegenüber dem strom magazin.



Aus der Art und dem Aufbau der bundesweiten Anfragen der Vossnet werde ersichtlich, dass Vossnet den "ersten dringenden Rat" der KaWatt AG "sehr wohl umgesetzt" habe, nämlich mit den (durchleitenden) Stadtwerken und/oder mit entsprechenden Dienstleistern über eine Beistellung zur Versorgung der betroffenen Haushalte zu verhandeln. Ob Vossnet "ohne fremde Hilfe" in der Lage sein werde, "über diese erste qualifizierte Beratung durch die KaWatt AG hinaus alleine Erfolge zur Realisierung der Stromversorgung für die Kunden zu erzielen", bleibe abzuwarten.



Auch der Umstand, dass die Vossnet Communications GmbH mit einem österreichischen Anbieter in Verhandlung stehen soll, stößt bei KaWatt auf Verwunderung. Eine direkte Belieferung durch "Nicht-Strommarkt-liberalisierte" Staaten, so KaWatt-Chef Kyrion, sei gemäß EU-Recht unzulässig. Ebenso könne die "fragwürdige Brücke einer Beteiligung oder sonstigen Konstellation" - etwa über eine andere Gesellschaft - "möglicherweise in das nächste rechtliche Desaster führen. Eine kalkulier- und absehbare Verzögerung sei "auf jeden Fall vorprogrammiert".



Kyrions Fazit: "Der Preis alleine schafft keine Kunden - gesicherte Versorgung und günstiger Preis ist Trumpf".

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