KaWatt AG: EU-Kommission soll Verbändevereinbarung ablehnen

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com
Im Gegensatz zum Präsidenten des Bundeskartellamts, Ulf Böge, der glaubt, dass die im Januar in Kraft getretene Verbändevereinbarung den Regeln des Wettbewerbs standhalten wird, hofft Robert H. Kyrion, Vorstand der Kölner KaWatt AG, dass die EU-Kommission die Verbändevereinbarung als "nicht wettbewerbsfähig" ablehnen wird. Die Verbändevereinbarung, so Kyrion, sei bis dato "nichts anderes gewesen als eine stufenweise Liberalisierung". Nachfolgend die Replik Kyrions, die das strom magazin im Rahmen seiner O-Ton-Reihe "Standpunkte" veröffentlicht.



"Erstaunlich ist das deutliche Bekenntnis und die offensichtliche frühe Resignation des neuen Kartellamtspräsidenten gegenüber der alten Stromversorger-Riege, denn wie anders lässt sich sonst seine Aussage deuten: "Aber das ist wohl der Preis, den man zahlen muss"?!



Wir hoffen, dass die Wettbewerbshüter der EU-Kommision um Signore Monti die seit 1998 in Deutschland "regelnde" Verbändevereinbarung (weiterhin) als nicht wettbewerbsfähig ablehnen und umgehend auch für alle neuen Akteure eine akzeptable Lösung umsetzen.



Bis dato ist die Verbändevereinbarung de facto nichts anderes gewesen als eine "stufenweise" Liberalisierung.



Gemeinsam mit dem "Außenhandelsverband für Mineralöl und Energie" werden wir in Brüssel einen offenen und fairen Wettbewerb in Deutschland fordern - eine alleinige "Regelung" unter Ausschluss der neuen Akteure zwischen dem Kartellamt und der EU-Kommision ist unter den beschriebenen Umständen leider nicht wünschenswert.



Übrigens - in Deutschland gibt es zwei Handelszonen, aber immer noch acht Regelzonen..."



Weitere Informationen zur KaWatt AG erhalten Sie hier.

Das könnte Sie auch interessieren
Top