Zuschuss

Kaufprämie für Elektroautos stößt auf verhaltenes Interesse

Die Kaufprämie wird bisher von Verbrauchern eher zurückhaltend genutzt. Eine Antragsflut wie bei der 2009 eingeführten Abwrackprämie für Altautos ist bisher zumindest nicht ausgebrochen. Die meisten Zuschüsse wurden bisher für Autos der Marke Renault beantragt.

Elektroauto© Tom-Hanisch.de / Fotolia.com

Eschborn - Das Interesse an der Kaufprämie für Elektroautos bleibt verhalten. Seit dem Start des Verfahrens zu Monatsbeginn (2. Juli) sind beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) 718 entsprechende Anträge eingegangen, wie die Behörde am Montag in Eschborn bei Frankfurt mitteilte. Aufgeschlüsselt nach Herstellern liegt BMW mit 225 Anträgen vorne. Es folgen Renault (195), Volkswagen/Audi (73) und Mitsubishi (55).

Antragsflut für Kaufprämie bleibt aus

Die Antragszahl entspreche den Erwartungen, erklärte Bafa-Präsident Arnold Wallraff. Mit zehn zusätzlichen Mitarbeitern und einer verbesserten IT-Struktur sei man bestens für die Abwicklung des Programms gerüstet. "Ein 'Elektromobilitätschaos' wird es nicht geben." Bei der Einführung der Abwrackprämie für Altautos im Jahr 2009 war die Behörde von einer Antragsflut überrollt worden. Damals waren innerhalb weniger Tage 150.000 Anträge eingegangen.

Unterschiedlich hohe Prämien für E- und Hybridautos

Für reine Elektrofahrzeuge mit Batterie gibt es 4.000 Euro "Umweltbonus", wie die Prämien heißen - davon je 2.000 Euro vom Bund und 2.000 Euro vom Hersteller. Bei Hybridautos, die per Stecker geladen werden und einen ergänzenden Verbrennungsmotor haben, sind es 3.000 Euro (1.500 Euro Staat/1.500 Euro Hersteller). Die Förderung gilt rückwirkend für E-Autos, die seit dem 18. Mai gekauft wurden. Anträge beim Bafa können Bürger, Firmen, Stiftungen, Körperschaften sowie Vereine stellen, auf die ein Neufahrzeug zugelassen wird.

Quelle: DPA

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