Gegenwert

Kaufkraft 1960/2002: Mehr Strom für den Lohn

Der VDEW hat nach aktuellen Zahlen des Instituts der deutschen Wirtschaft errechnet, dass die Deutschen 2002 gut zweieinhalb Stunden arbeiten mussten um 200 Kilowattstunden Strom zu bezahlen. 1991 mussten dafür noch dreieinhalb Stunden gearbeitet werden, 1960 waren es gut zehn Arbeitsstunden. Bei Benzin verhält es sich ähnlich.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Ein Deutscher musste 2002 für 200 Kilowattstunden Strom den Gegenwert von gut zweieinhalb Stunden Arbeit aufwenden. Im Jahr 1991 arbeitete er für die gleiche Strommenge noch gut eine Stunde länger. 1960 lag der entsprechende Gegenwert bei gut zehn Arbeitsstunden. Das meldet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin, nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft (Köln).

Von 1960 bis 2002 sei die Nettolohn- und -gehaltssumme je geleisteter Arbeitsstunde in Deutschland um etwa das Zehnfache gestiegen. Dagegen habe der Anstieg der Strompreise im gleichen Zeitraum nur etwa das Zweieinhalbfache betragen.

Auch die Preissteigerungen für Benzin blieben deutlich hinter den Lohnsteigerungen zurück: Ein Liter Normalbenzin habe 1960 den Gegenwert von 14 Minuten Arbeitszeit gekostet, 2002 seien es nur noch fünf Minuten gewesen.

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