Katholische Landesjugend: Kirche muss auf Ökostrom setzen

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Erneuerbare, umweltfreundliche Energien sollen von der Politik entschiedener gefördert und von den Verbrauchern bewusst bevorzugt werden, um auch nachfolgenden Generationen eine ökologisch, ökonomisch und sozial zukunftsfähige Energiewirtschaft zu gewährleisten. Dies und das gleichzeitige Aus für die Atomwirtschaft forderten 140 Delegierte der Katholischen Landesjugendbewegung Deutschlands (KLJB) auf ihrer Bundesversammlung in Passau, die am vergangenen Sonntag endete.


Besonders die katholische Kirche, als Großkunde auf dem Strommarkt, solle ihre klare Option für "sauberen Strom" deutlich machen und bei Verträgen mit Energieversorgern ökologische Kriterien verbindlich berücksichtigen. "Leider haben einige Bischöfe bereits unzureichende Rahmenverträge mit Energieversorgern abgeschlossen. Der Verantwortung für die Schöpfung werden diese weniger gerecht als rein wirtschaftlichen Interessen", sagte Elmar Schäfer, Bundesvorsitzender der KLJB. Die Qualität des regenerativen Stroms sollte vor der Kostenersparnis stehen. "Wer heute Billigstrom kauf, zahlt spätestens übermorgen doppelt und dreifach drauf", sagte Schäfer weiter.


Aus diesem Grund verabschiedete die KLJB einen Beschluss für "sauberen" Strom. Darin heißt es u.a. "Die Bundesversammlung fordert besonders kirchliche Einrichtungen auf, die neuen Freiräume zu nutzen und bei der Wahl des Stromanbieters konsequent ökologische Kriterien zu berücksichtigen. Hier muss die Kirche ihrer Schöpfungsverantwortung gerecht werden." Die Mitglieder der Bundesversammlung haben sich damit verpflichtet, in ihren Einrichtungen den Umstieg auf sogenannten "sauberen Strom" anzustreben und durch aktive politische Arbeit zu unterstützen.


Den kompletten Text des Beschlusses gibt es hier.

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