Weltjugendtag in Bonn

Katholische Jugend errichtet "global village"

Das "global village" soll vom 15. bis 21. August eines der großen Begegnungszentren im Rahmen des Weltjugendtags in Bonn werden. Die Katholische Landjugendbewergung will ein Energiedorf schaffen, das neben spirituellen Angeboten die Themen Klimaschutz, Energieeffizienz und erneuerbare Energien behandelt.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Rhöndorf (red) - Der Weltjugendtag Mitte August in Bonn wirft seine Schatten voraus: Bundespräsident Horst Köhler und seine Frau kommen am 17. August 2005 um 13 Uhr ins "global village" der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) vor der Bonner Beethovenhalle. Erwartet werden außerdem u.a. NRW-Familienminister Armin Laschet, Staatssekretärin Margareta Wolf, NRW-Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers, KLJB-Bundesvorsitzender Elmar Schäfer, NRW-Energieministerin Christa Thoben, die Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann und SPD-Chef Franz Müntefering.

Das "global village" soll vom 15. bis 21. August eines der großen Begegnungszentren im Rahmen des Weltjugendtagsprogramms werden. In Kooperation u.a. mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, der Energieagentur NRW und den Stadtwerken Bonn werde ein Energiedorf entstehen, das neben spirituellen Angeboten die Themen Klimaschutz, Energieeffizienz und erneuerbare Energien behandelt. "Wir müssen langfristig zu veränderten Energiestrukturen. Erneuerbare Energien bieten heute wirtschaftliche Chancen für eine nachhaltige Energieversorgung. Sie sind klimaneutral, unendlich verfügbar und bieten durch kleinere und dezentrale Strukturen größere Versorgungssicherheit," erläutert der KLJB-Bundesvorsitzende Elmar Schäfer das Engagement.

Im Zentrum des Welt-Energiedorfs steht während des Weltjugendtages eine 13 Meter hohe Holzkirche mit einem riesigen Solardach. "Diese Solarkirche ist ein Symbol - wer Verantwortung für die Schöpfung übernehmen will, kann dies durch den Einsatz von erneuerbaren Energiequellen oder energiesparenden, klimaschützenden Techniken tun", ergänzt Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher, Leiter der Energieagentur NRW. In einem von der Energieagentur NRW organisierten NRW-Solarzelt werden zudem energetische Lösungen der Gegenwart vorgestellt.

Die Landesinitiative Zukunftsenergien setzt im "globale village" drei Schwerpunkte: Brennstoffzellen, Heizen mit Holz und Wasserkraft. Im NRW-Solarzelt stehen der Brennstoffzellentunnel des Zentrums für BrennstoffzellenTechnik in Duisburg, der Wasserkraft-Infostand der Universität Siegen sowie ein aktives Brennstoffzellen-Modell. Im Energie-Bauernhof vor der Beethovenhalle steht außerdem der Informationsstand der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW mit Peter Pellet, dem Maskottchen der Aktion Holzpellets und mit Tipps zur Biomassenutzung.

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