Genehmigt

Kartellamt: EnBW darf bei VNG unter Auflagen einsteigen

Das Bundeskartellamt hat den Einstieg der EnBW bei der Verbundnetz Gas AG (VNG) unter Auflagen genehmigt. Der Karlsruher Energiekonzern muss zur Übernahme der vom Oldenburger Versorger EWE gehaltenen rund 48 Prozent der VNG-Anteile seine Aktien an der GESO Beteiligungs- und Beratungs AG verkaufen, teilten EnBW und EWE mit.

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Düsseldorf (ddp-nrd/red) - Die Freigabe durch die Wettbewerbshüter mit der Bedingung des GESO-Verkaufs hatte sich bereits abgezeichnet. Anfang Juli war der Einstieg von EnBW bei EWE mit einem Anteil von 26 Prozent unter der Auflage genehmigt worden, dass entweder EnBW die GESO oder EWE ihre VNG-Anteile an Dritte veräußern muss.

Die Behörden hatten wegen der Beteiligungen Bedenken hinsichtlich des Gasmarktes, vor allem in Ostdeutschland. Ein Kartellamtssprecher bezeichnete eine mögliche Freigabe der Übertragung der VNG-Anteile an EnBW unter der Auflage des GESO-Verkaufs Anfang Juli als "stringent".

Um den Einstieg der EnBW bei VNG perfekt zu machen, muss nun noch die Hauptversammlung des Leipziger Unternehmens zustimmen. Dies stößt jedoch bei den zwölf kommunalen Aktionären, die über ein Viertel der VNG-Anteile halten, auf Widerstand. Weitere VNG-Anteilseigner sind derzeit neben EWE die Wintershall Holding (15,79 Prozent) sowie Gazprom Germania und eine GDF-Suez-Tochter mit jeweils 5,26 Prozent.

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