Effizienz und Netzstabilität

Kabinett beschließt neue EEG-Verordnungen

Das Bundeskabinett heute zwei Verordnungen zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verabschiedet: "Beide Verordnungen werden dafür sorgen, dass sich die erneuerbaren Energien im Strombereich weiter dynamisch entwickeln", sagte Umweltminister Gabriel.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (red) - Die neue Systemdienstleistungsverordnung soll technische Anforderungen für Windenergieanlagen regeln, die verstärkt Kraftwerkseigenschaften wahrnehmen sollen. Neue Windenergieanlagen müssen künftig Anforderungen an die Spannungs- und Frequenzhaltung erfüllen. Für bestehende Anlagen werden finanzielle Anreize für eine entsprechende Nachrüstung gesetzt, so Umweltminister Gabriel. Durch die Verordnung solldie Sicherheit und Stabilität der Stromnetze auch bei stark steigenden Anteilen von Windenergiestrom sichergestellt sowie die technische Entwicklung der Windräder vorangetrieben werden.

Die nach dem EEG vergüteten Strommengen werden derzeit in einem aufwändigen Verfahren auf alle Stromvertriebsunternehmen in Deutschland verteilt (EEG-Ausgleichsmechanismus). Die Verordnung über den Ausgleichsmechanismus soll das Verfahren ab dem 1. Januar 2010 vereinfachen: Erneuerbarer Strom muss zukünftig nicht mehr physikalisch an die Vertriebsunternehmen weitergegeben werden, stattdessen erfolgt nur noch ein rein finanzieller Ausgleich für den EEG-Strom, der am Strommarkt vermarktet wird, erklärt der Umweltminister. Die Umstellung des Ausgleichsmechanismus minimiere Aufwand, Risiken und Mehrkosten für alle Beteiligten.

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