Statistik

Juni 2005: Rohölimporte sanken, Preise stiegen

Deutschland hat zwar im Juni 7,2 Prozent Tonnen Rohöl weniger eingeführt als im Jahr zuvor, dafür aber 671 Millionen Euro mehr bezahlt als im Vorjahresmonat. Grund war der gestiegende Durchschnittspreis pro Tonne Rohöl. Insgesamt kosteten die Rohölimporte im Juni 2,7 Milliarden Euro.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Eschborn (red) - Im Juni 2005 wurden nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 8,7 Millionen Tonnen Rohöl in die Bundesrepublik Deutschland eingeführt. Das waren 7,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (9,3 Millionen Tonnen).

Der Durchschnittspreis für die Tonne Rohöl betrug im Juni 306,35 Euro und lag damit um 44,2 Prozent über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats (212,44 Euro). Die deutsche Rohölrechnung belief sich daher im Juni auf 2,7 Milliarden Euro und lag damit um 671 Millionen Euro höher als im Vorjahresmonat.

Im Vergleich des Zeitraums Juli 2004 bis Juni 2005 mit der entsprechenden Referenzperiode Juli 2003 bis Juni 2004 stiegen die Rohöleinfuhren um 3,2 Prozent von 107,8 auf 111,3 Millionen Tonnen. Gleichzeitig fiel die deutsche Rohölrechnung im aktuellen Zeitraum mit 28,6 Milliarden Euro um 7,9 Milliarden Euro höher aus. Der Grenzübergangspreis für die Tonne Importrohöl lag aktuell mit 257,02 Euro (vorher 192,20 Euro) im Schnitt um 33,7 Prozent höher.

Die fünf wichtigsten von insgesamt 25 Lieferländern waren bisher die Russische Föderation (38,7 Millionen Tonnen), Norwegen (17,4 Millionen Tonnen), Großbritannien (14,5 Millionen Tonnen), Libyen (13,0 Millionen Tonnen) und Kasachstan (7,7 Millionen Tonnen). 28,7 Prozent der gesamten Rohöleinfuhren stammten im Berichtszeitraum aus britischen und norwegischen Nordseeölquellen. 21,4 Prozent wurden aus OPEC-Mitgliedsländern importiert.

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