Statistik

Juni 2002: Erzeugerpreise gesunken / Strom teurer

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im vergangenen Monat um 1,1 Prozent niedriger als noch vor einem Jahr. Der Preisrückgang wurde dabei insbesondere von den günstigeren Energiepreisen beeinflusst. Während Heizöl und Erdgas billiger wurden, stiegen die Kosten für elektrischen Strom und Fernwärme an.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte, lag der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im Juni 2002 um 1,1 Prozent niedriger als im Juni 2001. Einen stärkeren Preisrückgang im Jahresvergleich hatte es zuletzt im Juni 1999 (minus 1,5 Prozent) gegeben. Im Mai 2002 hatte die Jahresveränderungsrate minus 0,9 Prozent betragen.

Der Preisrückgang wurde - wie schon in den vergangenen Monaten - vor allem von dem Preisrückgang bei Energie (minus 5,9 Prozent gegenüber Juni 2001) und bei Vorleistungsgütern beeinflusst, während Erzeugnisse höherer Verarbeitungsstufen im Durchschnitt teurer waren als im Vorjahr.

Die Preise für fast alle Energieträger lagen im Juni 2002 zum Teil deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Heizöl war um 15,7 Prozent billiger als im Juni 2001 (darunter leichtes Heizöl minus 18,2 Prozent). Bei Erdgas betrug der Preisrückgang 13,9 Prozent und bei Flüssiggas 20,1 Prozent. Elektrischer Strom war im Juni 2002 geringfügig teurer als im Vorjahr (plus 0,7 Prozent), ebenso Fernwärme (plus 2,3 Prozent). Ohne Energie war der Index der Erzeugerpreise im Juni 2002 um 0,2 Prozent höher als im Vorjahr.

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