Brandenburg

Junghanns: Spitzenplatz bei CCS-Technologie nicht verspielen

Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU) hat davor gewarnt, die Spitzenposition Brandenburgs im Wettbewerb um die besten Techniken zur klimaschonenden Braunkohleverstromung aufs Spiel zusetzen.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Cottbus (ddp-lbg/red) - Die Technologie zur Kohlendioxid-Abscheidung und -Speicherung (CCS) sei "technologisch beherrschbar und umweltpolitisch notwendig", sagte Junghanns am Donnerstag auf dem 11. Energietag in Cottbus.

Erste Pilotanlage für CCS-Technologie

"Mit der Inbetriebnahme der weltweit ersten Pilotanlage in Schwarze Pumpe vor einem Jahr hat Brandenburg weltweit ein deutliches Zeichen gesetzt, genauso wie mit dem Pilotprojekt zur unterirdischen Speicherung von CO2 in Ketzin", betonte er. Davon profitierten Wissenschaft und Wirtschaft. Das gelte auch, weil die heimische Braunkohle das "Rückgrat der Energieversorgung" bleiben werde.

Brandenburg setzt auch auf erneuerbare Energien

Zugleich verwies Junghanns auf das Ziel der Landesregierung, dass Brandenburg bis 2020 den Anteil erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch auf 20 Prozent steigern will. "Bereits jetzt liegt er bei nahezu 14 Prozent", sagte er. Brandenburg sei bei erneuerbaren Energien im bundesweiten Vergleich mit an der Spitze. Das sichere bei den Herstellern rund 6000 Arbeitsplätze, hinzu kämen noch mehrere Hundert Beschäftigte bei Zulieferbetrieben und im Handwerk.

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