EEG-Novelle

Junghanns: Brandenburg drohen höhere Strompreise

Die Streichung des 65-Prozent-Referenzertragskriteriums für Windenergieanlagen werde zu einem erheblichen Anstieg der Netzkosten führen, kritisierte der brandenburgische Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns das am Freitag vom Bundestag beschlossene neue Erneuerbare-Energien-Gesetz.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Potsdam (ddp-lbg/sm) - Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU) kritisiert die Änderungen in der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). "Die Eckpunkte der Gesetzesnovelle beschleunigen den Anstieg der Strompreise", sagte Junghanns am Samstag in Potsdam.

Die kurz vor der Sitzung des Bundestags vorgenommenen Änderungen hätten massive Auswirkungen für den Osten Deutschlands. Brandenburg sei dabei "in besonderer Weise negativ betroffen".

Die Streichung des 65-Prozent-Referenzertragskriteriums für Windenergieanlagen werde zu einem erheblichen Anstieg der Netzkosten führen, sagte Junghanns. Bisher sei vorgesehen gewesen, die Förderung von Windenergieanlagen an ertragsarmen Standorten auszuschließen. Die Streichung dieses Kriteriums führe zu einer Vergeudung von Ressourcen. Das sei unter wirtschaftlichen und auch unter ökologischen Gesichtspunkten nicht nachvollziehbar.

Zudem führe der weitere Netzausbau zu einem Anstieg der Netzkosten, die die brandenburgischen Stromkunden tragen müssten, da hier kein bundesweiter Ausgleich wie bei den Vergütungszahlungen vorgesehen sei.

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