Teurer Monat

Juli brachte den Thüringern hohe Preisanstiege

Für Wohnung, Strom, Wasser, Gas und Brennstoffe mussten die Thüringer in diesem Monat zwei Prozent mehr ausgeben als im Juni. Benzin und Diesel verteuerten sich um 3,6 Prozent. Gegenüber Juni erhöhte sich damit der Verbraucherpreisindex um 0,6 Prozent, die Jahresteuerung betrug 2,2 Prozent.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Erfurt (ddp-lth/sm) - Die Thüringer haben für ihren Lebensunterhalt im Juli erneut tiefer in die Tasche greifen müssen. Gegenüber Juni habe sich der Verbraucherpreisindex um 0,6 Prozent erhöht, teilte das Statistische Landesamt am Donnerstag in Erfurt mit. Die Jahresteuerung betrug 2,2 Prozent. Seit dem Jahr 2000 seien die Preise um mehr als neun Prozent gestiegen.

Die hohe Teuerungsrate im Monatsvergleich ist den Angaben zufolge vor allem durch kräftige Preissteigerungen von 3,9 Prozent im Bildungswesen verursacht worden. So seien die Teilnahmegebühren für Volkshochschulkurse um fast 14 Prozent in die Höhe geschnellt. Preistreiber waren ebenso Pauschalreisen, die sich um über zehn Prozent verteuerten.

Für Wohnung, Strom, Wasser, Gas und Brennstoffe mussten die Thüringer zwei Prozent mehr ausgeben. Benzin und Diesel verteuerten sich um 3,6 Prozent. Günstiger waren hingegen Bekleidung und Schuhe sowie Lebensmittel und Getränke. Gemüse verbilligte sich um knapp neun Prozent.

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