Bestandteil moderner Energieversorgung

Jubiläum: 60 Jahre kontrollierte Kernspaltung

Die Geschichte der Stromerzeugung aus Kernenergie begann im Dezember 1942 in Chicago als es dem Physik-Nobelpreisträger Enrico Fermi gelang, eine kontrollierte, sich selbst aufrecht erhaltende Kettenreaktion in Gang zu setzen. Heute werden in den weltweit 441 Kernkraftwerken 16 Prozent des Weltstroms erzeugt.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Vor 60 Jahren, am 2. Dezember 1942, gelang es dem Physik-Nobelpreisträger Enrico Fermi erstmals, eine kontrollierte, sich selbst aufrecht erhaltende Kettenreaktion in Gang zu setzen. Damit wurde der Grundstein für die heutige Nutzung der Kernenergie gelegt. Das entscheidende Experiment fand im ehemaligen Squash Court des Leichtathletik-Stadions der Universität von Chicago statt.

Der Reaktor, fortan unter der Bezeichnung "Chicago-Pile 1" (CP-1) bekannt, bestand aus Grafitblöcken als Moderator mit Uranoxid-Stäben als Brennstoff sowie erforderlichen Kontroll- und Instrumentierungseinrichtungen. Während CP-1 nur wenige Watt Wärmeleistung hervorbringen konnte, weist heute ein modernes deutsches Kernkraftwerk allein bei der elektrischen Leistung im Durchschnitt mehr als eine Milliarde Watt auf.

Der Brennstoff Uran ist dabei ein äußerst konzentrierter Energieträger. Mit einem Kilogramm angereichertem Uran, wie es in Leichtwasserreaktoren verwendet wird, lassen sich heute etwa 350 000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Zum Vergleich: ein Kilogramm Öl reicht für etwa zwölf Kilowattstunden Strom.

441 Kernkraftwerke sind gegenwärtig in 31 Ländern der Erde im Betrieb. Im Jahr 2001 hatten sie einen Anteil von 16 Prozent an der Weltstromproduktion.

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