CDM

Jetzt erhältlich: Zertifikate aus KfW-Klimafonds

Für die Energiewirtschaft bietet der EU-Emissionshandel eine effiziente Chance, die Minderungsverpflichtungen auch durch Maßnahmen in Drittstaaten zu erreichen. Da eigene Auslandsprojekte oft nicht zweckmäßig sind, können Zertifikate jetzt durch den KfW-Klimaschutzfonds erworben werden.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Die Bankengruppe der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat einen Klimaschutzfonds gestartet, mit dem Investitionen in erneuerbare Energien finanziert werden sollen. Das Zielvolumen des Fonds beträgt 50 Millionen Euro, zentraler Schwerpunkt sind Projekte in den Bereichen Biomasse, Geothermie, Solarthermie, Wasser und Wind.

Die Mittel sind für den Ankauf von Emissionszertifikaten aus Klimaschutzprojekten außerhalb Deutschlands vorgesehen. Unternehmen können Zertifikate aus Projekten zum "Clean Development Mechanism" (CDM) erwerben. CDM-Projekte sollen in Entwicklungs- und Schwellenländern klimaschädliche Emissionen reduzieren und eine nachhaltige Entwicklung fördern. Durch den Fonds kann voraussichtlich eine Investitionssumme von bis 200 Millionen Euro ausgelöst werden.

Der KfW-Klimaschutzfonds richtet sich insbesondere an Unternehmen der Energiewirtschaft und der Industrie, die mit der Einführung des EU-Emissionshandels ab 1. Januar 2005 ihre Kohlendioxid-Emissionen reduzieren müssen. Die KfW hat jetzt die erste Bewerbungsrunde für Projekte in Entwicklungsländern (CDM) ausgerufen. Eine zweite Bewerbungsrunde, die sich vornehmlich an die Staaten Mittel- und Osteuropas (sogenannte "Joint Implementation") wenden wird, soll in wenigen Monaten folgen.

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