Statistik

Januar bis Juli 2002: Weniger Rohölimporte

Deutschland hat sowohl im Juli 2002 als auch in den vergangenen sieben Monaten zwei Prozent weniger Rohöl importiert als in den vergleichbaren Vorjahreszeiträumen. 32 Prozent der gesamten Rohöleinfuhren stammten im Berichtszeitraum aus britischen und norwegischen Nordseeölquellen, 18,4 Prozent wurden aus OPEC-Mitgliedsländern importiert.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Im Juli 2002 wurden nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 8,8 Millionen Tonnen Rohöl in die Bundesrepublik Deutschland eingeführt. Das waren zwei Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Durchschnittspreis für die Tonne Rohöl sank im Jahresvergleich im Juli auf 189,07 Euro. Er lag damit um 11,4 Prozent unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats (213,51 Euro). Die deutsche Rohölrechnung belief sich damit im Juli auf 1,7 Milliarden Euro und lag damit um 254 Millionen Euro niedriger als im Vorjahreszeitraum.

Von Januar bis Juli dieses Jahres haben sich die Rohöleinfuhren gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum ebenfalls um zwei Prozent von 61,3 auf 60,1 Millionen Tonnen verringert. Die deutsche Rohölrechnung für diesen Zeitraum fiel mit 11,1 Milliarden Euro um 2,2 Milliarden Euro niedriger aus als ein Jahr zuvor. Im Berichtszeitraum lag der Grenzübergangspreis für die Tonne Importrohöl mit 184,27 Euro im Schnitt um 14,8 Prozent niedriger als im Vorjahr.

Die fünf wichtigsten von insgesamt 23 Lieferländern waren 2002 bislang die Russische Föderation (18,8 Millionen Tonnen), Norwegen (12,4 Millionen Tonnen), Großbritannien (6,8 Millionen Tonnen), Libyen (4,9 Millionen Tonnen) und Syrien (4,0 Millionen Tonnen). 32 Prozent der gesamten Rohöleinfuhren stammten im Berichtszeitraum aus britischen und norwegischen Nordseeölquellen, 18,4 Prozent wurden aus OPEC-Mitgliedsländern importiert.

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