Bilanz

Jahresüberschuss von enviaM stabil

enviaM hat im Geschäftsjahr 2008 die Position als führender regionaler Energiedienstleister in Ostdeutschland behauptet. Das Unternehmen erwirtschaftete einen Jahresüberschuss von 99,2 Millionen Euro im vergangenen Geschäftsjahr.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Chemnitz (ddp/sm) - Die envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM) hat im vergangenen Jahr ein nahezu gleiches Ergebnis wie 2007 erzielt. Der Jahresüberschuss betrug 99,2 Millionen Euro (2007: 99,3 Millionen), wie Vorstandsvorsitzender Carl-Ernst Giesting in Chemnitz sagte. Der Hauptversammlung werde erneut eine Dividendenausschüttung von 40 Cent pro Aktie vorgeschlagen.

Neben dem Hauptanteilseigner (64 Prozent) RWE Energy AG komme die Ausschüttung mehr als 1000 Kommunen in Ostdeutschland zugute, sagte Giesting. Im vergangenen Jahr erhielten sie rund 36 Millionen Euro an Dividenden. Außerdem profitierten die Kommunen von rund 23 Millionen Gewerbesteuern und 70 Millionen Euro Konzessionsabgaben.

Nach Giestings Angaben sank der Umsatz des größten ostdeutschen Regionalversorgers um knapp 12 Millionen auf rund 2,276 Milliarden Euro. Der Stromabsatz reduzierte sich um acht Prozent auf 14 949 Gigawattstunden vor allem infolge milder Witterung und wettbewerbsbedingter Kundenverluste, wie es hieß.

Die Stromlieferung aus erneuerbaren Energien habe um drei Prozent zugenommen. Der Anteil von 41,1 Prozent liege deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 17 Prozent. Dabei mache Windkraft 79 Prozent der Erzeugung aus. Der Marktanteil von enviaM bei privaten Stromkunden im Grundversorgungsgebiet in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen betrage knapp 81 Prozent.

Nach dem Einstieg ins Gasgeschäft 2007 seien erstmals 28,9 Millionen Euro Gasverkaufserlöse erzielt worden. Die Zahl der Gaskunden solle in diesem Jahr von 17 300 auf 40 000 steigen. Darüber hinaus wolle enviaM beim Gas durch die vorige Woche verkündete Kooperation mit der Mitgas Mitteldeutsche Gasversorgung GmbH, der die Kartellbehörde noch zustimmen müsse, den Wettbewerb in ganz Deutschland aufnehmen, sagte Vertriebsvorstand Andreas Auerbach. Mitgas bleibe eine eigenständige Gesellschaft. Vorläufig sei kein Abbau der derzeit 300 Mitarbeiter geplant.

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