Jahresergebnis 1999: Elektromark zukunftsfähig

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"Neue Dienstleistungen, innovative Produkte, umfassender Kundenservice und günstige Preise - im Geschäftsjahr 1999 hat Elektromark den Service für Kunden aus Industrie, Haushalt und Gewerbe vertieft und erweitert. Mit dem Ziel den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens langfristig und nachhaltig zu sichern, entwickelte Elektromark im Berichtsjahr attraktive Angebote und Dienstleistungsprodukte für alle Kundengruppen. In dem sich verändernden Energiemarkt - der seine Impulse durch Wünsche der Kunden erfährt - bieten sich damit Chancen als kompetenter und flexibler Dienstleister für Energie, Umwelt und Infrastruktur. Die konsequente Ausrichtung des Unternehmens auf die Herausforderungen der Zukunft wurde zur entscheidenden Zielsetzung. Die Marketing- und Vertriebspolitik der Elektromark verfolgt eine qualitativ hochwertige Differenzierungsstrategie." So heißt es im Geschäftsbericht des Jahres 1999, der kürzlich in Hagen vorgestellt wurde.


Elektromark hat im Jahr 1999 mehrfach die Strompreise nach den Erfordernissen des Marktes gesenkt. Eine Bonusaktion führte Anfang 1999 zu Strompreissenkungen für Klein- und Firmenkunden um 5 Prozent. Zum 1. August 1999 wurden neue Preisregelungen für die Stromlieferung an Industriekunden erstellt und den Kunden angeboten. Teilweise konnten mit den neuen Preisregelungen Preisreduzierungen von über 20 Prozent realisiert werden. Neben den Geschäftskunden partizipierten auch die Privatkunden in steigendem Maße vom Wettbewerb auf dem Strommarkt. Zum 1. September 1999 erfolgte eine Preissenkung, nachdem zum 1. April 1999 die Belastungen der ersten Stufe der ökologischen Steuerreform die Strompreise erhöht hatten. Im Allgemeinen Tarif wurden die Bedarfsarten für Haushalt und Landwirtschaft zusammengelegt, verbunden mit deutlichen Strompreissenkungen für diese Kundengruppen. Die Arbeitspreise für das Sonderabkommen für Nachtstromspeicherheizungen wurden um 0,4 Pfennig je Kilowattstunde (Pf/kWh) reduziert, der Arbeitspreis für nicht geförderte Wärmepumpen um 2,0 Pf/kWh.


Konkurrenzfähige Erzeugungspreise und ein hohes Maß an Einsatz-Flexibilität sichern die Kraftwerksstandorte der Elektromark auch in einem dynamischen Wettbewerbsmarkt. Elektromark erzeugte 1999 - wie in den Vorjahren - rund zwei Drittel des Strombedarfs in eigenen Kraftwerken. Die Grundlast wurde über einen Strombezugsvertrag mit der RWE Energie AG gedeckt. Zusätzlich wurde der steinkohlegefeuerte Block E4 im Kraftwerk Werdohl-Elverlingsen in der Grundlast eingesetzt. Die Strombeschaffung im Mittellastbereich erfolgte aus den steinkohlegefeuerten Blockanlagen E3 in Werdohl-Elverlingsen und H2 im Cuno-Heizkraftwerk Herdecke sowie dem erdgasgefeuerten Gasturbinen (GT)-Heizkraftwerk in Hagen-Kabel. Die Spitzenlastdeckung übernahm das Pumpspeicherwerk (PSW) in Finnentrop-Rönkhausen und in geringem Umfang die GT-Anlage E1/2. Der Stromverkauf der Elektromark verminderte sich im Berichtsjahr um 8,6 Prozent. Dieser Rückgang ist unter anderem auf die Abgabe der Belieferung der Stadtwerke Iserlohn GmbH an die RWE Energie AG auf Basis einer angepassten energiewirtschaftlichen Kooperation zurückzuführen. Darüber hinaus entfiel im abgelaufenen Geschäftsjahr die Einspeisung eines 20-Megawatt-Grundlastbandes in das Netz der Stadtwerke Lüdenscheid GmbH. Ab 1. Januar 2000 erfolgt die Lieferung elektrischer Energie an die Stadtwerke Lüdenscheid wieder komplett durch Elektromark. Diesen Absatzminderungen standen jedoch erhebliche Veränderungen bei der Strombeschaffung, vor allem beim Strombezug, gegenüber. Der Strombedarf ist im Geschäftsjahr 1999 um 7,4 Prozent gesunken. Aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen auf dem Strommarkt erhöhte sich der Strombezug trotz des gesunkenen Absatzes um 1,6 Prozent, während die Nettoerzeugung in eigenen Kraftwerken um 12,3 Prozent gesunken ist. Der Anteil der Eigenerzeugung an der Strombeschaffung verminderte sich von 65,1 Prozent auf 61,7 Prozent.


Die Umsatzerlöse der Elektromark sind im vergangenen Geschäftsjahr von 714,9 Millionen DM um 155,7 Millionen DM auf 559,2 Millionen DM zurückgegangen. Die Erlöse aus Stromverkauf verminderten sich um 162,5 Millionen DM auf 510,6 Millionen DM. Der Jahresüberschuss ist 1999 im Vergleich zum Vorjahr von 39,0 Millionen DM um 15,1 Millionen DM auf 23,9 Millionen DM gesunken. Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Elektromark ist zum 31. Dezember 1999 gegenüber dem Vorjahr um 79 auf 1.044 gesunken.

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