Preissteigerungen

Jährliche HU würde hohe Mehrkosten bedeuten

Bald könnte die jährliche Hauptuntersuchung (HU) für bestimmte Fahrzeuge Pflicht werden.

Kfz-Versicherung© spectrumblue / Fotolia.com

Bald könnte die jährliche Hauptuntersuchung (HU) für bestimmte Fahrzeuge Pflicht werden. An Fronleichnam soll der EU-Parlamentsausschuss darüber abstimmen, ob es verkürzte Fristen geben soll, wenn das Auto älter als sieben Jahre oder mehr als 160.000 Kilometer gelaufen ist. Der ADAC nimmt ganz klar Stellung gegen diese Pläne.

ADAC: Häufigere HU würde wenig bringen

Nach Ansicht des Automobilclubs ergäbe sich durch eine häufigere Prüfung kein zusätzlicher Nutzen für die Fahrsicherheit, da technische Pannen nur bei weniger als einem Prozent der Unfälle ursächlich seien. Außerdem weise eine Studie nach, dass im ersten oder zweiten Jahr nach einer Hauptuntersuchung die Unfallbeteiligung eines Pkw nahezu identisch ist. Der Vorschlag würde demnach kaum etwas bringen, aber enorme Kosten verursachen. 630 Millionen Euro im Jahr würden die Prüfdienste zusätzlich verdienen, so der Automobilclub. Die Dienste würden damit als einzige von einer Neuregelung profitieren, die Autofahrer aber draufzahlen.

Mehrkosten auch durch Diesel-Abgasmessung

Auch die Wiedereinführung einer obligatorischen Abgasmessung bei Diesel-Pkw mit On-Board-Diagnose-System lehnt der ADAC als unnötig ab. Das Abgasverhalten werde ohnehin überwacht und Störungen in einem Fehlerspeicher abgelegt, von wo aus man sie auslesen könne. Eine zusätzliche Messung sei demnach nicht nötig. Würde sie eingeführt, würde das zu Mehrkosten von 23 Millionen Euro pro Jahr führen.

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