300 Euro

IWO: Heizöl günstiger als Erdgas

Laut Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO) ist Heizöl auch im ersten Halbjahr 2004 ein vergleichsweise günstiger Wärmenergieträger. Denn im Juni kosteten 3000 Liter im Bundesdurchschnitt 1154,41 Euro. Für die vergleichbare Menge Erdgas wurden dagegen inkl. Grundpreis knapp 30,6 Prozent mehr fällig.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Hamburg (red) - Trotz gestiegener Rohölpreise hat sich Heizöl laut Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO) auch im ersten Halbjahr 2004 als einer der preisgünstigsten Wärmeenergieträger in Deutschland behauptet. So kostete im Juni die 3000-Liter-Partie Heizöl im Bundesdurchschnitt 1154,41 Euro. Für die vergleichbare Menge Erdgas (33.540 Kilowattstunden) mussten dagegen einschließlich Grundpreis knapp 30,6 Prozent mehr, nämlich 1.507,50 Euro bezahlt werden. Auf den Literpreis umgerechnet waren im Juni für Erdgas 50,24 Cent und für Heizöl 38,48 Cent fällig. Zugrunde liegen diesen Zahlen die regelmässigen Erhebungen der Fachzeitschrift "Brennstoffspiegel".

Mit einer Differenz von 353,09 Euro für eine im Juni bezogene 3000-Liter Partie würde der seit zweieinhalb Jahrzehnten andauernde Brennstoffkostenvorteil der Ölheizung fortgeschrieben. Seit Ende der 70er Jahre sei Heizöl bei einer Abnahme von 3000 Litern beziehungsweise der entsprechenden Menge von 33.540 Kilowattstunden Erdgas im Jahresdurchschnitt um jeweils gut 300 Euro preisgünstiger als Erdgas. In den vergangenen 20 Jahren musste ein Ölheizer mithin im Bundesdurchschnitt insgesamt 6085 Euro weniger für den Brennstoff ausgeben als sein Nachbar mit einer Erdgasheizung.

"Für Heizölkunden lohnt es sich deshalb, stets die aktuelle Preissituation zu beobachten", erklärt das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO). Viele Tageszeitungen veröffentlichen im fortlaufenden Vergleich die Heizölpreise. Zudem könne der Heizölhändler wertvolle Entscheidungshilfe geben. Branchenexperten empfehlen angesichts eines erwarteten Anstiegs der Heizölnachfrage zum Herbst, die Ferienzeit zum Nachfüllen des Wärmevorrats zu nutzen. Denn zurzeit sind die privaten Heizöltanks in Deutschland nur zu 48 Prozent gefüllt.

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