Kampf gegen Abbaggerung

Israelische und palästinensische Künstler besuchen Heuersdorf

Nächste Woche werden Künstler aus Israel, Deutschland und den palästinensischen Autonomiegebieten den vom Braunkohlebergbau bedrohten Ort Heuersdorf besuchen. Der Besuch ist Teil des Kunstprojektes "Das Vermögen der Kunst" das sich mit der gesellschaftlichen Relevanz von Kunst auseinandersetzt.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Heuersdorf (ddp-lsc/sm) - Künstler aus Israel, Deutschland und den palästinensischen Autonomiegebieten besuchen in der kommenden Woche den vom Braunkohlebergbau bedrohten Ort Heuersdorf. Die 31 Frauen und Männer wollen sich am Donnerstag ein Bild von dem Dorf und vom Kampf der Einwohner gegen die drohende Abbaggerung machen, wie der Sprecher des Vereins "Für Heuersdorf", Dirk Reinhardt, am Dienstag sagte.

Der Besuch ist Teil des Kunstprojektes "Das Vermögen der Kunst" das sich mit der gesellschaftlichen Relevanz von Kunst auseinandersetzt. Die Gruppe reist auf Einladung des Goethe-Instituts Tel Aviv zurzeit durch die neuen Bundesländer. Nach einem kurzen Rundgang durch das Dorf in der Nähe von Borna im Leipziger Südraum informiert sich die Gruppe bei einem Vortrag über das Thema "Arbeitsgesellschaft und Ökologie".

Der Ort Heuersdorf kämpft seit Jahren um sein Überleben. Die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft (Mibrag) will die Kohle unter dem 700 Jahre alten Ort fördern. Die verbliebenen 130 Heuersdorfer setzten sich dagegen bisher erfolgreich zur Wehr. Vor fünf Jahren siegten sie vor dem Sächsischen Verfassungsgerichtshof und setzten somit das Heuersdorf-Gesetz der Staatsregierung, das die Abbaggerung regelte, außer Kraft. Noch in diesem Jahr wird das Gericht über die Novelle des damals gekippten Gesetzes zu entscheiden haben.

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