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Iran will 46 Milliarden Dollar in Raffinerien investieren

Der Iran will 46 Milliarden Dollar, also umgerechnet 36 Milliarden Euro, in heimische Erdölraffinerien investieren. Das ist nicht unproblematisch, denn die wegen des umstrittenen Atomprogamms verhängten internationalen Sanktionen zielen vor allem auf die Öl- und Gasindustrie und verbieten Investitionen in diesem Sektor.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Teheran (afp/red) - Mehr als die Hälfte des Geldes solle für den Bau neuer Raffinerien bis zum Jahr 2014 ausgegeben werden, erklärte Vize-Ölminister Alires Seighami in einem am Montag auf der Webseite seines Ministeriums veröffentlichten Bericht. Von den hierfür vorgesehenen knapp 26 Milliarden Dollar sei rund ein Drittel bereits ausgegeben worden. 18 Milliarden Dollar sind demnach für Betrieb und Ausbau bereits bestehender Anlagen vorgesehen.

Die wegen des umstrittenen Atomprogramms des Iran verhängten Sanktionen des UN-Sicherheitsrats, der USA und der Europäischen Union zielen besonders auf den Erdölsektor des Landes. Auch die am Montag beschlossenen Sanktionen sehen ein Verbot von Investitionen in die iranische Öl- und Gasindustrie vor.

Der Iran ist der zweitgrößte Erdölexporteur der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC). Wegen seiner begrenzten Raffinerie-Kapazitäten muss das Land aber viele weiterverarbeitete Erdöl-Produkte importieren, so auch etwa 40 Prozent seines Benzinbedarfs. Die meisten Raffinerien wurden vor der islamischen Revolution 1979 von US-Firmen gebaut, wegen der gegen das Land verhängten Handelssanktionen konnten sie seitdem kaum modernisiert werden.

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