Investitionspressekonferenz: SCHLESWAG AG will strategische Positionen am Energiemarkt ausbauen

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com
"Die SCHLESWAG gestaltet forciert den Prozess des Wettbewerbs auf dem Energiemarkt und agiert dabei sehr erfolgreich", sagten die Vorstände der SCHLESWAG Aktiengesellschaft, Helmut Lechlein und Hans-Jakob Tiessen, auf der Investitionspressekonferenz des Unternehmens. Durch eine ganze Reihe von strategisch wichtigen Entscheidungen will die SCHLESWAG Aktiengesellschaft eine bewusst aktive Rolle im Marktgeschehen übernehmen. Mit der deutlichen Verbesserung der Produktpalette, mit Stadtwerkekooperationen und weiteren gezielten Aktivitäten - wie der Einstieg in ein Internetunternehmen und die Einführung der BONUSCARD beispielsweise - seien wesentliche Punkte der Strategie für die Zukunft geschaffen.


"Die SCHLESWAG pflegt traditionell partnerschaftlich gute Kooperationen mit Stadtwerken", sagte der SCHLESWAG-Vorstand. Erfreulicherweise konnten im Jahr 2000 eine Reihe von Kooperationen neu geschlossen werden, so mit Neumünster, Reinbek-Wentorf und Niebüll. Im Oktober gelang zudem der Einstieg (75,27 Prozent) in das Start-up-Unternehmen Mercateo.com AG in München. Die SCHLESWAG Aktiengesellschaft erwarb gemeinsam mit der E.ON Energie AG und fünf weiteren regionalen Vertriebspartnern die Beteiligung an dieser Internetplattform. "Einen weiteren großen Wurf haben wir geschafft mit dem Aufbau eines Kundenkartensystems, der BONUSCARD", sagte der Vorstand. Gemeinsam mit weiteren 36 Stadt- und Gemeindewerken wird der sogenannte digitale Rabattsparverein im nördlichsten Bundesland aufgebaut.


Auf dem Strompreissektor hätte sich nach liberalisierungsbedingten Strompreissenkungen die Trendwende durchgesetzt. "Die SCHLESWAG Aktiengesellschaft befindet sich aktuell in einer intensiven Diskussion, in welcher Höhe und zu wann Preiserhöhungen auf dem Stromsektor unumgänglich werden", erklärten die Vorstandsmitglieder.


Im kommenden Jahr hat das Investitionsprogramm der SCHLESWAG Aktiengesellschaft ein Volumen in Höhe von 145,016 Millionen Mark. Die Geschäftsfelder Strom mit 83,8 Millionen Mark sowie das Geschäftsfeld Erdgas mit 42,8 Millionen Mark bilden den Schwerpunkt - wie bereits in den vergangenen Jahren. Mit etwa 25,83 Millionen Mark, die das Unternehmen für die geplante Erstellung von Neuanschlüssen sowie den Neubau und die Erweiterung von Ortsnetzen bereit gestellt hat, liegt ein Schwerpunkt von 30,8 Prozent der insgesamt geplanten Investitionen in diesem Bereich. Die zahlreichen Baugebiete in Schleswig-Holstein sind der Grund für diese Priorität. Der übrige Teil der Investitionen entfällt auf den Bau von Mittelspannungsleitungen/Verkabelungen (9,269 Millionen Mark) sowie Zähler- und Messgeräte (9,94 Millionen Mark). Für den Neubau und die Erweiterung von Umspannwerken ist außerdem eine Summe von 7,24 Millionen Mark eingeplant.

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