07.12.2011 | © Tarife.de

Internetdienste

Das Löschen von Benutzerkonten überfordert viele Verbraucher

Sich bei einem Internetdienst anzumelden, geht schnell. Viele Nutzer sind jedoch überfordert, wenn es um das Löschen von Benutzerkonten geht. Jeder Zweite entdeckt die Löschmöglichkeit erst nach längerem Suchen. Das hat eine Umfrage des Verbraucherzentrale Bundesverbands ergeben.

Berlin (afp/red) - Das Löschen von Benutzerkonten im Internet überfordert nach Auffassung von Verbraucherschützern etliche Nutzer. In einer Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) erklärte nur ein Drittel derjenigen, die dies schon einmal versuchten, der Vorgang sei für sie unproblematisch gewesen. Wie der vzbv am Mittwoch weiter mitteilte, fand jeder zweite, der versuchte seinen Online-Account zu löschen, die Löschmöglichkeit erst nach längerer Suche. Ein Fünftel klagte darüber, dass der Vorgang nicht per Mausklick in die Wege geleitet werden könne, sondern eine E-Mail verfasst werden müsse.

Den Löschvorgang verbraucherfreundlicher gestalten

Der vzbv forderte die Bundesregierung auf, Anbietern von Internetdiensten "verbraucherfreundlichere Vorgaben" für den Löschprozess zu machen. Er verwies auf eine Initiative des Bundesrats, auf Internetseiten ein leicht erreichbares, ständig verfügbares Bedienelement zum Löschen von Konten zu integrieren. Für die vzbv-Umfrage befragte das Forschungsinstitut Aris vom 2. bis 15. September 2011 insgesamt 1465 Menschen ab 14 Jahren. In die repräsentative Untersuchung gingen 1008 Interviews ein. Davon hatte aber nur ein knappes Drittel (37 Prozent) schon einmal versucht, einen Online-Account zu löschen.

Das Ergebnis macht den Angaben zufolge in erster Linie Altersunterschiede deutlich. Je jünger die befragten Personen waren, desto weniger klagten sie über Hindernisse. Laut vzbv sei es "eine mögliche Erklärung" für das Ergebnis, dass jüngere Internetnutzer einfach erfahrener im Umgang mit dem Internet seien.

Info
Durch den "Gefällt mir"-Button werden Daten von Ihnen an Facebook übermittelt, durch den +1 Button werden Daten an Google übermittelt. Für weitere Infos besuchen Sie bitte unsere Datenschutzerklärung, indem Sie auf das "i" klicken.

Das könnte Sie auch interessieren

Urteil gegen Facebook: Freundefinder ist rechtswidrig facebook Facebook verstößt mit dem Freundefinder und seinen Geschäftsbedingungen gegen Verbraucherrechte. Das entschied heute das Landgericht Berlin und gab damit der Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) in vollem Umfang statt. weiter...
Amazon darf keine Lockangebote mehr machen Amazon;Logo Kurzfristige Angebote, die nach ein paar Sekunden schon wieder vergriffen sind, darf Amazon künftig nicht mehr machen. Artikel, wie sie beispielsweise am Cyber Monday zum Tiefpreis angeboten werden, müssen mindestens eine halbe Stunde lang vorrätig sein. weiter...
Wer nicht telefoniert, muss auch nichts bezahlen Frau;Handy;Telefonieren Wer für einen Handyvertrag Grundgebühren zahlt, die SIM-Karte aber nicht nutzt, muss auch nichts bezahlen, entschied jetzt das Landgericht in Kiel. Einige Anbieter haben in der Vergangenheit immer wieder sogenannte "Nichtnutzungsgebühren" erhoben. weiter...
Netzagentur geht gegen Betrugsmasche vor Festnetz;telefon; Die Bundesnetzagentur hat weiteren Telefonbetrügern das Handwerk gelegt. Netzbetreiber dürfen nun Leistungen mit bestimmten Merkmalen nicht mehr in Rechnung stellen. Wer bereits gezahlt hat, darf hoffen, sein Geld wieder zu bekommen. weiter...
Falsche Verbraucherzentrale führt Bürger hinters Licht vzbv-klein; bundesverband verbraucherzentrale Die Verbraucherzentrale NRW warnt eindringlich davor, nicht auf die gerissene Abzocke falscher Verbraucherzentralen hereinzufallen. Diese selbst ernannten Verbraucherschützer wollen Bürger mit kostenpflichtigen Beratungen ködern und versuchen ihnen persönliche Daten zu entlocken. weiter...
DSL & LTE
Mobiles Internet
Telefon
Handy
szmtag