Preisverleihung

Internationale Atomenergie Organisation erhält Friedensuhr-Preis

Mit dem Berliner Friedensuhr-Preis würdigt das Berliner Komitee für UNESCO-Arbeit e.V. die unparteilichen Inspektionstätigkeiten der Internationalen Atomenergie Organisation (IAEO). Die Aufgabe der Organisation bestehe vor allem in der Verifikation der zivilen Verwendung von nuklearem Material.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (red) - Der Berliner Friedensuhr-Preis wird in diesem Jahr an die Internationale Atomenergie Organisation (IAEO) verliehen. Das Berliner Komitee für UNESCO-Arbeit e.V. würdigt mit dieser Auszeichnung die unparteilichen Inspektionstätigkeiten der Organisation im Rahmen eines weltweiten nuklearen Nichtverbreitungsregimes, ihre Rolle als Initiator und Forum für die Aushandlung weiterer internationaler Übereinkommen sowie ihre Forschungs- und Informationstätigkeit zur friedlichen Nutzung der Nukleartechnologie im Kampf gegen Armut, Krankheiten und Umweltverschmutzung.

Aufgabe der in Wien angesiedelten IAEO ist vor allem die Verifikation der zivilen Verwendung von nuklearem Material. Jeder Vertragsstaat ist verpflichtet, ein Sicherheitskontroll-Abkommen mit der IAEO abzuschließen, Informationen über die Verwendung von Nuklearmaterial im eigenen Land zu übermitteln sowie Inspektoren der IAEO Zugang zu allen Nuklearanlagen zu gewähren.

In den Jahren 1988/89 entwarf der Berliner Juwelier Jens Lorenz die "Friedensuhr", die mittlerweile zu einem weit über Berlin hinaus wirkenden Zeitzeichen der Hoffnung geworden sei. Versehen mit der Botschaft "Zeit sprengt alle Mauern" wurde das Uhr-Kunst-Werk in den Jahren 1992 bis 1999 unter anderem an Michael Gorbatschow, Ronald Reagan, Mutter Theresa und Pabst Johannes Paul II verliehen. Seit 2003 wird die Berliner Friedensuhr durch das Berliner Komitee für UNESCO-Arbeit e.V. an Persönlichkeiten oder Institutionen vergeben.

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