Grünes Licht

Interimslager am Atomkraftwerk Philippsburg: BfS erteilt Änderungsgenehmigung

Die EnBW als Betreiberin des Zwischenlagers am Atomkraftwerk Philippsburg kann die Schwermetallmasse von 130 auf 250 Tonnen erhöhen. Und auch die maximale Wärmeleistung des einzelnen CASTOR V/19-Behälters kann von bisher 25 Kilowatt auf 35 Kilowatt aufgestockt werden. Diese Genehmigung wurde jetzt vom BfS erteilt.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat die Genehmigung vom 31. Juli 2001 zur Aufbewahrung abgebrannter Brennelemente in einem Interimslager am Atomkraftwerk Philippsburg um die Gestattung bisher nicht beschiedener Antragsteile ergänzt. Die Genehmigung gestattet die Erhöhung der Schwermetallmasse von 130 auf 250 Tonnen und der maximalen Wärmeleistung des einzelnen CASTOR V/19-Behälters von bisher 25 Kilowatt auf 35 Kilowatt.

Auch die neu einsetzbaren Behälter CASTOR V/52 für Brennelemente aus dem Siedewasserreaktor Philippsburg 1 dürfen diese erhöhte Wärmeleistung aufweisen. Als maximale Wärmeleistung des gesamten Interimslagers waren ursprünglich 0,96 Megawatt beantragt worden, genehmigt wurden am 31. Juli 2001 0,3 Megawatt. Mit der Änderungsgenehmigung wird dieser Wert auf 0,79 Megawatt erhöht. Zudem dard zur Ummantelung des metallischen Dichtungsrings des Behälterdeckels alternativ zu Silber auch Aluminium verwendet werden.

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