Strommarkt

Intelligente Stromzähler verunsichern Energieversorger

Die Smart Meter sollen in zehn Jahren in der Mehrheit der deutschen Haushalte installiert sein, um verbrauchsabhängige Stromtarife und dezentrale Einspeisemöglichkeiten zu bieten. Die Technologie steht allerdings noch in den Kinderschuhen, und es fehlt an Strategien für die Umsetzung.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (red) - Jeder zweite Energieversorger erwartet, dass die deutschen Haushalte in zehn Jahren mehrheitlich mit intelligenten Zählern ausgestattet sein werden. Verbrauchsabhängige Stromtarife und verbesserte dezentrale Einspeisemöglichkeiten rücken in greifbare Nähe. Doch die damit verbundenen Veränderungen sorgen bei den Versorgern offenbar für Unsicherheit statt für Aufbruchsstimmung.

Smart Metering noch in den Kinderschuhen

Zwar planen beispielsweise über drei Viertel der Unternehmen, bis 2012 in neue zeit- und lastvariable Tarife zu investieren. Doch noch steckt das sogenannte Smart Metering bei den meisten Versorgern in den Kinderschuhen. Außerdem fehlt es vielfach an Strategien für eine erfolgreiche Umsetzung. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Branchenkompass 2010 Energieversorger" von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

Vorerst kein wirtschaftlicher Nutzen von Smart Metering

Die Einführung der Smart Meter geschieht demnach in den meisten Unternehmen allein aufgrund des gesetzlichen Drucks. Einen wirtschaftlichen Nutzen erwarten die Versorger erst einmal nicht, zumal das Smart Metering für sie mit hohen Kosten verbunden ist. Einheitliche Standards für den Datenaustausch gehören dabei zu den wichtigen Voraussetzungen für den Erfolg des Smart Metering.

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